Tausende unsichere Corona-Masken vom Zoll aufgegriffen!

Baltimore (USA) - Ein scheinbar privater Händler in den USA bestellte 10.000 billige Corona-Atemschutzmasken vom Typ KN95. Der Zoll fing die Bestellung ab und bemängelte die Lieferung. Der Händler erhielt sie nicht.

Zehntausend KN95-Masken sollten es sein. Doch es wurde nur unbrauchbares Zeug in die USA geschickt und vom Zoll sichergestellt.
Zehntausend KN95-Masken sollten es sein. Doch es wurde nur unbrauchbares Zeug in die USA geschickt und vom Zoll sichergestellt.  © U.S. Customs and Border Protection Baltimore

Wie die Zoll- und Grenzschutzbehörde mitteilte, handelte es sich bei den Paketen um nicht genehmigte "Schutzmasken", die nur wenig bis schlimmstenfalls gar nicht schützen würden.

Zehn Pakete aus Israel mit jeweils 1000 der angeblichen KN95-Masken kamen bereits Mitte Mai im US-Bundesstaat Philadelphia an. Doch aufgrund der unsicheren Verpackungsweise fielen sie den Beamten auf.

Die Ermittler informierten sofort die Kontrollstelle, die "Food and Drug Administration" (FDA), über den Fund. Inspektoren der FDA untersuchten die Masken daraufhin genauer.

Am Donnerstag lag das Ergebnis der Kontrolle vor: Der Hersteller ist nicht bei der Behörde registriert und verfügt nicht über eine in den USA benötigte Notfall-Verwendungs-Genehmigung zum Importieren der KN95-Masken.

Außerdem sind die Gesichtsbedeckungen fälschlicherweise so bezeichnet. Die beworbene Sicherheit bieten sie offenbar nach ersten Tests nicht.

Fälle häufen sich in letzter Zeit

Auch diese "Lianhua Qingwen Jiaonang"-Kapseln wurden vom Zoll aus dem Verkehr gezogen.
Auch diese "Lianhua Qingwen Jiaonang"-Kapseln wurden vom Zoll aus dem Verkehr gezogen.  © U.S. Customs and Border Protection Baltimore

In den nachfolgenden Tagen kamen weitere Pakete in verschiedenen Häfen an der Ostküste an, die unsichere Waren beinhalteten. 

Bis Anfang Juni stellten die Beamten 25 gefälschte Covid-19-Tests und 10 gefälschte N95-Atemschutzmasken sicher. Aber die Betrüger schreckten vor nichts zurück und bestellten auch rund 700 Pillen, Tabletten und Kapseln von nicht zugelassener Medizin, die scheinbar weiterverkauft werden sollte.

Weiterhin wurden über 2300 "Lianhua Qingwen Jiaonang"-Kapseln sichergestellt. Dabei handelt es sich um ein traditionelles chinesisches Arzneimittel. Einige Personen im Internet behaupten, sie würden gegen das Coronavirus helfen. Doch das ist bislang nicht ausreichend erforscht.

Betrüger, die solche gefälschten Dinge und nicht erprobte Arzneimittel verkaufen, gibt es auch in Deutschland. 

Käufer sollten deshalb ihre Bezugsquellen gründlich prüfen und bevorzugt in lokalen Apotheken einkaufen. Nur so können sie sicher sein, dass die Produkte halten, was sie versprechen.

Titelfoto: U.S. Customs and Border Protection Baltimore

Mehr zum Thema USA:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0