Terrorwarnung in den USA: Heimatschutz befürchtet Anschläge frustrierter Trump-Anhänger

Washington, D.C. - Eine Woche nach der Amtseinführung Joe Bidens (78) als neuem US-Präsidenten treibt die Sicherheitsbehörden des Landes noch immer die Angst vor Anschlägen durch extremistische Anhänger des ehemaligen Präsidenten Donald Trump (74) um. Landesweit wurde deshalb nun eine Terrorwarnung ausgegeben.

Trump-Anhänger versuchen, durch eine Polizeisperre am US-Kapitol zu brechen.
Trump-Anhänger versuchen, durch eine Polizeisperre am US-Kapitol zu brechen.  © John Minchillo/AP/dpa

Laut einem Bericht des "Spiegel" sieht das US-Heimatschutzministerium noch immer eine erhöhte Gefahr bei Frustrierten, die Bidens Wahlsieg weiterhin nicht akzeptieren wollen.

Hinweise auf konkrete Angriffspläne gebe es derzeit nicht. Die Rede ist stattdessen von einem "erhöhten Bedrohungsumfeld".

Das Ministerium fürchte ebenfalls Angriffe durch Extremisten, die aus Wut über die Migrationspolitik oder Corona-bedingte Beschränkungen handeln könnten.

Eine entscheidende Rolle könnte dabei einmal mehr der Sturm auf das Kapitol Anfang Januar spielen, heißt es in dem Bericht. Gewaltbereite Extremisten könnten sich durch den Angriff ermutigt fühlen, Staatsvertreter oder Regierungsstellen zu attackieren.

Bereits kurz nach dem Sturm auf das Kapitol hatten US-Sicherheitsbehörden vor weiteren Angriffen gewarnt. Unter anderem befürchteten sie, gewaltbereite Trump-Anhänger könnten während der Amtseinführung Bidens eine Art Todesstreifen um das Kapitol errichten und Jagd auf US-Demokraten machen (TAG24 berichtete).

Der US-Demokrat Joe Biden hat am 20. Januar feierlich das Amt des US-Präsidenten übernommen. Er folgte damit auf Trump, der bereits nach vier Jahren abgewählt wurde.

Titelfoto: John Minchillo/AP/dpa

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