Weißer Politiker twittert versehentlich als "Schwarzer schwuler" Trump-Fan

Pennsylvania - Dean Browning ist Republikaner und war lange politisch im US-Bundesstaat Pennsylvania aktiv. Auf seinem Twitter-Account sorgte er mit der Aussage, dass er ein schwarzer homosexueller Trump-Unterstützer ist für Verwunderung. Denn Dean ist offensichtlich weiß...

Dean Browning, ein weißer Republikaner aus den USA, bezeichnet sich auf Twitter als "schwarzer schwuler Mann".
Dean Browning, ein weißer Republikaner aus den USA, bezeichnet sich auf Twitter als "schwarzer schwuler Mann".  © Twitter/Bildmontage/DeanBrowningPA

Wenn man glaubt, dass dieses Jahr wohl kaum absurder werden könnte, wird man dank des Republikaners Dean Browning eines Besseren belehrt. Der Mann saß lange in der Bezirksverwaltung von Leigh County in Pennsylvania. Nach wie vor ist er als "stolzer Konservativer", wie es in seiner Profilbeschreibung auf Twitter heißt, aktiv.

Hinzu kommt, dass Dean sehr gerne Tweets absetzt. Ganz wie sein großes Vorbild, der (noch) amtierende US-Präsident Donald Trump (74), lässt er das Internet des Öfteren an seiner Meinung teilhaben.

In seinen kurzen Statements stellt er klar: So ziemlich alles, was Trump macht, ist fantastisch, die Medien lügen alle an und Joe Biden (77) wird niemals Präsident werden und ist obendrauf ein dreister Lügner. 

Kurz nach der US-Wahl 2020 setzte Dean erneut eine Unmenge von Tweets ab. Doch einer sorgte auf der Plattform für ziemliche Verwunderung. In diesem schrieb er, als Reaktion auf einen kritischen Demokraten:

"Ich bin ein schwarzer, schwuler Mann und ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass Obama nichts für mich getan hat. Mein Leben hat sich nur ein bisschen verändert, und zwar zum Schlimmeren. Alles ist so viel besser mit Trump. Ich fühle mich respektiert, und das tue ich nie, wenn Demokraten involviert sind."

An dieser Stelle sollte noch einmal betont werden: Dean ist ein weißer, höchstwahrscheinlich (da mit einer Frau verheiratet) nicht homosexueller Mann. Wie konnte es also zu dem kuriosen Tweet kommen?

Dean Browning löscht seinen Tweet schnell: Doch das Internet vergisst nicht!

Dean Browning hat eine kuriose Ausrede parat

2020 gewann Joe Biden das Duell um die Präsidentschaftswahl in den USA. Für Fans des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump ein Desaster.
2020 gewann Joe Biden das Duell um die Präsidentschaftswahl in den USA. Für Fans des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump ein Desaster.  © Rebecca Blackwell/AP/dpa

Innerhalb kürzester Zeit brachen viele Menschen aufgrund den Worten des Republikaners in Gelächter aus. Für sie war es offensichtlich: Der Politiker besitzt einen Fake-Account, mit welchem er Trump unterstützt. Er hatte wohl einfach vergessen, auf dieses Profil zu wechseln!

Der US-Amerikaner löschte seinen Tweet zwar wieder, doch mit mehr als 50.000 Followern verbreiteten sich schnell zahlreiche Screenshots von seinen Worten im Netz. Deans Äußerung wurde als gutes Beispiel der Republikaner verwendet, welche Fake-News predigen, jedoch selbst welche veröffentlichen.

Der Politiker versuchte sich noch zu retten. Wesentlich später kam er mit der Ausrede auf, dass er lediglich jemanden zitiert hätte. Geglaubt hatte ihm das kaum jemand.

An dieser Stelle hätte die gesamte Maskerade enden können, doch daraus wurde nichts. Dean verwies auf ein Video eines dunkelhäutigen Mannes, welcher behauptete, er habe den Text an den Politiker geschickt und es handele sich wirklich um ein Zitat.

Blöd nur, dass der Account, der das Video veröffentlicht hatte, von Twitter bald darauf wegen der Verletzung seiner Regeln gesperrt wurde. 

Das war noch nicht alles: Die User fanden heraus, dass der Mann im Video einen Facebook-Account hatte, auf dem er mysteriöserweise komplett anders hieß. Hatte Dean etwa einen Schauspieler engagiert?

Dean Browning versucht sich zu retten, doch dabei macht er alles schlimmer

Was bleibt, sind viele offene Fragen, Vermutungen und auch Kritik. Geholfen hatte das alles jedoch nichts. Dean Browning twittert munter weiter. Nach wie vor bleibt er dabei: Einen Fehler gemacht hat er nicht. Sondern nur die anderen.

Titelfoto: Twitter/Bildmontage/DeanBrowningPA

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