Populärer US-Moderator schaltet sich in Wahlkampf ein und sorgt für Furore

USA - Tucker Carlson (51) hielt sich im US-Wahlkampf bislang erstaunlich zurück. Doch nun ist Schluss damit: Auf Twitter kündigte der redegewandte und angriffslustige Moderator reichlich politischen Zündstoff an.

Ruiniert Hunter Biden (50) den Wahlkampf seines Vaters Joe Biden (77)?
Ruiniert Hunter Biden (50) den Wahlkampf seines Vaters Joe Biden (77)?  © Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa

"Unsere Show hat neue E-Mails von Hunter Biden erhalten, die Korruption aufdecken. Ihr werdet den heutigen Bericht nicht verpassen wollen", kündigte Carlson vielversprechend auf Twitter an.

Der Tweet des bekannten US-Moderators schlug umgehend hohe Wellen, erreichte innerhalb von 24 Stunden über 100.000 Likes und wurde etliche Male retweetet.

Hunter Biden (50), der Sohn von Trumps demokratischem Herausforderer Joe Biden, bildet seit Monaten das Zünglein an der Waage im US-Wahlkampf.

Joe Biden (77) wird vorgeworfen, mit seiner Kandidatur die Geschäfte seines Sohns im Ausland vertuschen zu wollen.

Hunter Biden war zwischen 2014 und 2019 Mitglied im Aufsichtsrat des ukrainischen Gaskonzerns Burisma. Mit dem Posten und weiteren Ämtern soll er Millionen US-Dollar verdient haben.

Für die Demokraten ist die Angelegenheit eine Farce - betont doch gerade Joe Biden immer wieder gern, im Falle eines Sieges der Präsident aller US-Bürger sein zu wollen, egal, aus welcher sozialen Schicht sie kommen oder wie sie finanziell gestellt sind.

Bauscht Tucker Carlson die Affäre rund um Hunter Biden zusätzlich auf?

Der Tweet von Tucker Carlson kommt nur einen Tag, nachdem die New York Post einen Artikel veröffentlicht hat, der E-Mails und Daten enthält, die angeblich von einem Laptop stammen, der Hunter Biden gehört (TAG24 berichtete).

Die nun aufkeimende Affäre erinnert frappierend an die E-Mail-Affäre rund um Hillary Clinton kurz vor der US-Wahl 2016.

Für Tucker Carlson, einem bekennenden Anti-Sozialisten, ist das Ganze ein gefundenes Fressen. In seiner Sendung zog der Moderator von Fox News sogar eine Parallele zwischen der Zensur des Biden-Artikels durch Twitter und der Medienzensur der Regierung im kommunistischen China.

Titelfoto: Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa, Twitter Screenshot @TuckerCarlson

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