Viele Überraschungen bei Joe Biden: Sogar diesen alten Bekannten holt er zurück!

Washington (USA) - Joe Biden (78) hat eine Regierung versprochen, die so vielfältig wie Amerika sein werde. Mit seinen ersten Plänen hält sich der künftige Präsident daran: Ein Latino soll Heimatschutzminister werden und eine Frau die Geheimdienste koordinieren. Und dann gibt es da noch einen alten Bekannten!

Der zukünftige Präsident der USA: Joe Biden (78).
Der zukünftige Präsident der USA: Joe Biden (78).  © Andrew Harnik/AP/dpa

Der gewählte US-Präsident hat am Montag die ersten Kandidaten für Schlüsselposten in seiner künftigen Regierung benannt. Eine echte Überraschung ist die Rückkehr des einstigen Außenministers John Kerry (76) in der Rolle eines Sonderbeauftragten für das Klima im Nationalen Sicherheitsrat des Weißen Hauses.

Eine klare Botschaft ist auch die Nominierung des Exil-Kubaners Alejandro Mayorkas als Heimatschutzminister. Das Außenministerium soll - wie zuvor bereits durchsickerte - Bidens langjähriger außenpolitischer Berater Antony Blinken übernehmen.

Während Biden an der Regierungsbildung arbeitet, weigert sich der noch amtierende Präsident Donald Trump (74) weiterhin, seine Wahlniederlage zu akzeptieren und setzt den Widerstand vor Gericht fort.

Im wichtigen Bundesstaat Pennsylvania gingen seine Anwälte am Montag in Berufung gegen das Urteil eines Richters vom Wochenende, der ihre Klage gegen das Wahlergebnis abgeschmettert hatte.

Dem 76-jährigen Kerry werden im Klima-Job auch seine Erfahrungen als Außenminister von 2013 bis 2017 zugutekommen. Biden will die USA wieder in das Klimaschutzabkommen von Paris zurückbringen, aus dem Trump ausgetreten war. Außerdem will er, dass Amerika eine globale Führungsrolle beim Kampf gegen die Erderwärmung übernimmt.

Greta Thunberg äußert sich

Für viele schlichtweg sympathisch: John Kerry (76).
Für viele schlichtweg sympathisch: John Kerry (76).  © Gerald Herbert/AP/dpa

"Amerika wird bald eine Regierung haben, die die Klimakrise als die akute Bedrohung für die nationale Sicherheit behandelt, die sie darstellt", schrieb Kerry in einem Tweet.

"Ich bin stolz, mit dem gewählten Präsidenten, unseren Verbündeten und den jungen Anführern der Klimabewegung zusammenzuarbeiten, um es als Klimabeauftragter des Präsidenten mit der Krise aufzunehmen."

Kaum hatte Kerry den Tweet abgesetzt, retweetete ihn direkt Greta Thunberg (17) und rang sich ein knappes "Gut zu wissen" ab. Die Klimawandel-Kämpferin dürfte mehr als nur ein bisschen erleichtert sein, wie sich die Dinge in den USA derzeit verändern.

Biden hatte eine Regierung versprochen, die so vielfältig wie das Land sein würde. Alle von Biden nominierten Kabinettsmitglieder müssten noch vom Senat bestätigt werden. Dort haben derzeit die Republikaner eine knappe Mehrheit.

Die Mehrheitsverhältnisse könnten sich aber durch zwei Stichwahlen im Bundesstaat Georgia Anfang Januar noch verschieben. Die Hoffnung ruht also momentan auch darauf.

Update, 23. November, 22.26 Uhr: Ehemalige Notenbankchefin soll Führung des US-Finanzministeriums übernehmen

Die ehemalige Notenbankchefin Janet Yellen (74) soll nach Medienberichten als erste Frau die Führung des US-Finanzministeriums übernehmen.

Der gewählte Präsident Joe Biden wolle die 74-Jährige für den Posten nominieren, schrieben das Wall Street Journal und die New York Times am Montag unter Berufung auf informierte Personen.

Yellen selbst habe dazu keinen Kommentar abgeben wollen, berichteten die Zeitungen.

Titelfoto: Gerald Herbert/AP/dpa/Andrew Harnik/AP/dpa

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