Jens Spahn findet erneute Corona-Einschränkungen hart, aber wichtig

Gütersloh/Berlin – Mit Blick auf die hohen Corona-Infektionszahlen im Kreis Gütersloh hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) an die Bürger appelliert, die neu verordneten Einschränkungen zu akzeptieren.

Jens Spahn gibt ein Statement zu erneuten Corona-Einschränkungen. (Fotomontage)
Jens Spahn gibt ein Statement zu erneuten Corona-Einschränkungen. (Fotomontage)  © Ole Spata/dpa / Kay Nietfeld/dpa

"Wir sehen ja, wenn man es diesem Virus zu leicht macht, dann breitet es sich auch ganz, ganz schnell wieder aus", sagte Spahn am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

"Ich verstehe sehr gut, dass es Enttäuschungen, Sorgen, ja auch Wut gibt (...), weil es jetzt eben wieder Beschränkungen gibt", sagte Spahn.

Es sei wichtig deutlich zu machen, dass dies zum Schutz von Allen ist. Auch wenn die Infektionszahlen nun über viele Wochen niedrig waren, sei das Virus noch da.

Die Aufforderung, etwa auf unnötige Reisen von und nach Warendorf oder Gütersloh zu verzichten, sei richtig: Die Vergangenheit habe gezeigt, wie schnell aus einem lokalen Geschehen ein bundesweites Problem werden könne.

"Deswegen sind das jetzt harte ein bis zwei Wochen für die Bevölkerung in den Regionen, aber es ist eben wichtig, jetzt auch entschlossen und entschieden dieses Geschehen einzudämmen."

Sprecher der FDP: "So viel Beschränkungen wie nötig."

Der innenpolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Konstantin Kuhle (31), sagte am Mittwoch im Deutschlandfunk, lokal auf den Ausbruch zu reagieren, sei der richtige Weg. Beschränkungen müssten so lokal wie möglich geschehen.

"Aber man muss sich schon die Frage stellen, ob man nicht im Einzelnen auch noch kleinere Einheiten finden kann, um auf solche Infektionsausbrüche zu reagieren." Kreise seien nicht kreisförmig um einen Infektionsherd herum gestaltet.

Bei nachweislich Infizierten und deren Kontaktpersonen müssten die Quarantänemaßnahmen mit aller Härte durchgesetzt werden.

"So viel Öffnung wie möglich, aber so viel Quarantäne und so viel Beschränkungen wie nötig."

Titelfoto: Ole Spata/dpa / Kay Nietfeld/dpa

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