Jugend will von Politik gehört werden: Bund und Länder müssen Umsetzung "prüfen"

München - Zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise sollen auch Kinder und Jugendliche in der Politik mehr Gehör finden. Deshalb stehen die Partizipationsmöglichkeiten von jungen Menschen in allen Lebensbereichen auch bei der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) von Bund und Ländern am Donnerstag ganz oben auf der Agenda.

Carolina Trautner (59, CSU), Sozial- und Familienministerin von Bayern.
Carolina Trautner (59, CSU), Sozial- und Familienministerin von Bayern.  © Matthias Balk/dpa

Wegen der Pandemie findet die eigentlich als zweitägige Veranstaltung geplante Konferenz ausschließlich digital statt. Bayern hat in diesem Jahr den Konferenzvorsitz.

"Wir werden durch Corona an vielen Stellen einen Restart in der Jugendarbeit brauchen, sobald Präsenzangebote wieder möglich sein können. Ein Schlüssel ist dabei für mich mehr Partizipation von jungen Menschen", sagte Bayerns Familienministerin Carolina Trautner (59, CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München.

"Ich nehme die Anliegen und Forderungen der Kinder und Jugendlichen sehr ernst und werde sie – gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der JFMK – auf ihre Umsetzbarkeit hin prüfen", sagte Trautner.

Wichtig sei ihr, dass die Politik mit den Kindern und Jugendlichen im Dialog bleibe und dass diese auf ihre Wünsche und Initiativen hin auch eine Rückmeldung bekomme.

Jugend- und Familienministerkonferenz: Auch Nachhaltigkeit und Klimaschutz Thema

Im Vorfeld der JFMK haben Kinder, Jugendliche und junge Volljährige bei ihren Kinder- und Jugendkonferenzen bereits ihre Anliegen eingebracht als teils im Rahmen von Workshops vertieft. Dabei ging es unter anderem um die Stärkung von Partizipationsmöglichkeiten in Schule und Ausbildung sowie im kommunalen Raum, unabhängig von Alter, Schulart und persönlichen Lebensumständen.

Außerdem gab es einen Workshop zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Einige Kinder und Jugendliche werden über ihre Anliegen auch in der JFMK-Hauptkonferenz berichten.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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