Nach Tod von George Floyd: Tausende bei Demos in Köln und Düsseldorf!

Köln/Düsseldorf/Dortmund - Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd wollen am Samstag in mehreren NRW-Städten zahlreiche Menschen gegen Rassismus demonstrieren.

In Köln kamen an der Deutzer Werft mehrere Tausend Menschen zusammen.
In Köln kamen an der Deutzer Werft mehrere Tausend Menschen zusammen.  © Horst Konopke

Geplant sind sogenannte Silent Demos (stille Demonstrationen) in Düsseldorf (14.00 Uhr), Lippstadt (14.00 Uhr) und Dortmund (16.00 Uhr).

Wegen seines Todes kam es zu Protesten und teilweise auch Ausschreitungen in mehreren Städten der USA.

Die Demonstranten in Deutschland wurden aufgefordert, in schwarzer Kleidung zu erscheinen. 

Man wolle während der Demonstrationen still und schweigend ("silent") an den Tod von Floyd erinnern.


Update, 12.45 Uhr: Demo in Köln

Wie die Kölner Polizei am Samstag mitteilte, wird an der Deutzer Werft zwischen 13 und 17 Uhr eine Versammlung mit dem Thema "Friedliche Kundgebung gegen Rassismus" erwartet. Mehrere Hundert Teilnehmer würden erwartet.

"Wir sind mit Einsatzkräften vor Ort, um den reibungslosen Ablauf der Versammlung zu gewährleisten", so ein Sprecher der Polizei.

Eine ursprünglich für den Heumarkt angemeldete Demonstration wurde kurzfristig  abgesagt.

Update, 13.14 Uhr: Große Beteiligung an Demo in Köln

Tausende Teilnehmer versammelten sich bei dem Rassismus-Protest in Köln.
Tausende Teilnehmer versammelten sich bei dem Rassismus-Protest in Köln.  © Horst Konopke

An der Deutzer Werft in Köln haben sich am Samstagmittag mehrere Tausend Menschen versammelt, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. 

Die Demo-Teilnehmer erschienen größtenteils in schwarzer Kleidung und erinnerten mit schweigender Teilnahme an den Tod des schwarzhäutigen US-Amerikaners George Floyd, der durch einen weißhäutigen Polizisten umgebracht wurde.

1000 Teilnehmer in Düsseldorf erwartet

"Diskriminierung, soziale und ökonomische Ausgrenzung sowie körperliche Angriffe bis hin zum Mord von Menschen mit schwarzer Hautfarbe sind ein globales Problem", hieß es von den Organisatoren. 

In Düsseldorf sind für Samstag 1000 Menschen angemeldet, wie die Polizei mitteilte.

Update, 15.24 Uhr: Tausende Teilnehmer bei Demo gegen Rassismus in Düsseldorf

In Düsseldorf haben mehrere Tausend Menschen Rassismus bei einer Demonstration angeprangert. "Wir haben genug gesehen und zu lange nichts getan. Es ist Zeit, tätig zu werden", erklärte die 23-jährige Sephora Bidiamba am Samstag in Düsseldorf. Angemeldet waren der Polizei zufolge zuvor 2000 Menschen. Ein Sprecher der Polizei sagte, dass mehr Demonstranten auf den Straßen waren als erwartet.

Zwar war die Demo als stiller Marsch geplant, aber immer wieder waren die Rufe "No Justice, No Peace" und "Black Lives Matter" zu hören. Rufe, die auch bei den Protesten in den Vereinigten Staaten immer wieder fallen. 

Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd habe "das Fass zum Überlaufen gebracht, aber Rassismus gibt es überall", sagte Bidiamba. 

Am 25. Mai hatte ein weißer Polizist sein Knie auf den Hals Floyds gedrückt, der wiederholt um Hilfe rief, bevor er starb.

Titelfoto: Horst Konopke

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