Prognose: Kopf-an-Kopf-Rennen bei Präsidentenwahl in Polen

Warschau - Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Polen zeichnet sich nach ersten Prognosen ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab.

Die Wahlplakate der Präsidentschaftskandidaten Duda (48) von der nationalkonservativen Regierungspartei PiS und Trzaskowski (48) von der liberalkonservatitiven Bürgerkoalition (KO). Das neue polnische Staatsoberhaupt wird am 12. Juli in einer Stichwahl bestimmt.
Die Wahlplakate der Präsidentschaftskandidaten Duda (48) von der nationalkonservativen Regierungspartei PiS und Trzaskowski (48) von der liberalkonservatitiven Bürgerkoalition (KO). Das neue polnische Staatsoberhaupt wird am 12. Juli in einer Stichwahl bestimmt.  © Czarek Sokolowski/AP/dpa

Auf den nationalkonservativen Amtsinhaber Andrzej Duda (48) entfielen demnach am Sonntag 50,4 Prozent der Stimmen, sein oppositioneller Herausforderer, Rafał Trzaskowski (48), enthielt 49,6 Prozent. 

Die Prognosen beruhen auf der Grundlage von Nachwahlbefragungen in rund 500 Wahlbüros. 

Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts Ipsos haben sie eine Fehlertoleranz von zwei Prozentpunkten. 

Hochrechnungen wie in Deutschland gibt es in Polen nicht. 

Das offizielle Endergebnis wird nach Angaben der Wahlkommission frühestens am Montagabend vorliegen.

Update, 12. Juli, 22.08 Uhr: Duda hält Siegesrede trotz ungewissen Ausgangs

Trotz eines ungewissen Ausgangs der Stichwahl um das Präsidentenamt in Polen hat sich Staatsoberhaupt Andrzej Duda (48) in einer ersten Reaktion als Sieger bezeichnet. 

"Lang lebe Polen! Die Wahl bei einer Beteiligung mit 70 Prozent zu gewinnen, ist eine außergewöhnliche Nachricht. Ich bin berührt. Danke an meine Landsleute", sagte der nationalkonservative Politiker am Wahlabend in Pultusk, etwa 60 Kilometer nördlich von Warschau. Später sprach er von einem "Sieg, momentan noch nach Prognosen".

Titelfoto: Czarek Sokolowski/AP/dpa

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