Schäuble über Maaßens Taktik: Versucht mit Provokation, Aufmerksamkeit zu gewinnen

Von Simon Sachseder

Berlin/Suhl - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78, CDU) wirft dem CDU-Bundestagskandidaten Hans-Georg Maaßen (58) gezieltes Provozieren als Taktik vor.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78, CDU) hat sich in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" über die aktuelle politische Situation geäußert. Auch zur Personalie Hans-Georg Maaßen (58, CDU) sagte er seiner Meinung.
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78, CDU) hat sich in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" über die aktuelle politische Situation geäußert. Auch zur Personalie Hans-Georg Maaßen (58, CDU) sagte er seiner Meinung.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

"Herr Maaßen versucht mit Provokationen, Aufmerksamkeit zu gewinnen. Das ist offenbar sein Stil, aber das sollten wir nicht einmal ignorieren", sagte Schäuble der "Bild am Sonntag".

Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Maaßen hatte in den vergangenen Tagen mit dem Vorwurf tendenziöser Berichterstattung durch öffentlich-rechtliche Medien zum wiederholten Mal Empörung ausgelöst.

Auf die Frage, ob es hier nicht auch Grenzen gebe, teilte Schäuble mit: "Wie ich hörte, hat Herr Maaßen seine Aussagen richtiggestellt. Ich rate ihm aber: Wenn er so klug sein will, wie er glaubt, dass er es ist, sollte er nicht zu oft Äußerungen machen, die er hinterher korrigieren muss."

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Auf die Frage, ob er sich wünsche, dass der 58-Jährige gewählt wird, betonte Schäuble: "Die Union hat den Anspruch, alle Wahlkreise zu gewinnen, auch in Südthüringen. Und wir wollen auch ihn in die Union integrieren und nicht ausgrenzen."

Maaßen ist von der Südthüringer CDU zu ihrem Direktkandidaten im Wahlkreis 196 für die Bundestagswahl am 26. September gewählt worden.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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