Unwort des Jahres 2021 kritisiert einen "menschenfeindlichen Prozess"

Marburg - Das "Unwort des Jahres" 2021 lautet "Pushback". Der aus dem Englischen stammende Begriff bedeute zurückdrängen oder zurückschieben.

Das "Unwort des Jahres" 2021 wurde am heutigen Mittwoch in Marburg bekannt gegeben.
Das "Unwort des Jahres" 2021 wurde am heutigen Mittwoch in Marburg bekannt gegeben.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Der Begriff wird im Zusammenhang mit möglichen illegalen Zurückweisungen von Schutzsuchenden an Grenzen verwendet.

Die Jury kritisiere die Verwendung des Ausdrucks, "weil mit ihm ein menschenfeindlicher Prozess" beschönigt werde.

Auf Platz zwei der "Unwörter" setzte die Jury den Begriff "Sprachpolizei". Damit würden Personen diffamiert, die sich unter anderem für einen angemessenen, gerechteren und nicht-diskriminierenden Sprachgebrauch einsetzten.

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Die Jury wählte das "Unwort" aus zahlreichen Vorschlägen aus, die Interessierte bis zum 31. Dezember eingereicht hatten.

Insgesamt gab es rund 1300 Einsendungen mit 454 unterschiedlichen Begriffen, von denen knapp 45 den Kriterien entsprachen.

Die zwei "Unwörter" 2020 waren "Rückführungspatenschaften" und "Corona-Diktatur"

Die "Unwörter" der Vorjahre waren in Darmstadt präsentiert worden. Für 2020 fiel die Wahl auf zwei Begriffe: "Rückführungspatenschaften" und "Corona-Diktatur".

Mit einem Wechsel bei der Jury zog die Bekanntgabe nun an die Uni Marburg um.

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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