Zähneputzen wird teurer! Mogelpackung des Monats ist bekannte Zahnpasta

Hamburg - Es ist mal wieder soweit: Die Verbraucherzentrale Hamburg kürt die Mogelpackung des Monats. Der Übeltäter im September ist diesmal die Zahnpasta Sensodyne ProSchmelz. Denn die schummelt auf ziemlich gemeine Art und Weise.

Ein kleines Mädchen putzt sich die Zähne. (Symbolbild) Hoffentlich nicht mit SensoDyne, denn die wird nun teurer.
Ein kleines Mädchen putzt sich die Zähne. (Symbolbild) Hoffentlich nicht mit SensoDyne, denn die wird nun teurer.  © 123Rf/haurashkoksu

Seit Jahren versuchen Hersteller, den Kunden durch fiese Tricks hinters Licht zu führen. Beispielsweise bleibt der Preis eines Produktes gleich, aber der Inhalt sinkt.

Letzten Monat mussten Käse-Liebhaber stark sein. Für den Scheibenkäse von Leerdammer zahlten sie rund 21 Prozent mehr (TAG24 berichtete).

Im Monat September ist es aber kein Lebensmittel-Produkt, dass den Schmäh-Titel erhält. Sondern die Zahnpasta Sensodyne ProSchmelz! 

Hier wird es mal wieder kompliziert. Denn die Zahnpasta wird billiger, und doch teurer! Wie kann das sein?

Der Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) bedient sich eines raffinierten Tricks. In vielen Drogeriemärkten wird die Tube zu einem rabattierten Preis verkauft, meist 3,29 Euro statt 3,89 Euro.

Aber mit dem Preis schrumpft auch der Inhalt, und zwar erheblich stärker!

Denn statt 100 Gramm gibt es jetzt nur noch 75 Gramm in jeder Packung. Das macht eine Preiserhöhung von 10 bis 33 Prozent aus. Betroffen sind die Sorten "Tägliche Zahnpasta", "Extra Frisch" sowie "Sanft Weiß Plus".

Wie immer fragte die Verbraucherzentrale beim Hersteller nach. Der wies darauf hin, dass die meisten Produzenten von Zahnpasta diese nur in der 75-Gramm-Tube verkaufen.

Angeblich ein eindeutiger Beweis, dass Verbraucher diese Größe bevorzugen. Zudem wird der Preisanstieg mit der üblichen Floskel, dass das Unternehmen auf eine Umstellung in nachhaltige Verpackungen investiert, gerechtfertigt.

Fair geht anders, befanden die Kunden und reichten daher zahlreiche Beschwerden bei der Verbraucherzentrale ein. 

Ebenfalls im September wurde die dreisteste Werbelüge des Jahres gekrönt. Diese ging an den Käserei-Konzern "Hochland".

Titelfoto: 123Rf/haurashkoksu

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