Kramp-Karrenbauer schießt hart gegen Grüne: "Politik der Bevormundung"

Fellbach - Die scheidende CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Grünen eine "Politik der Bevormundung" vorgeworfen.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (mittig) bedankt sich nach ihrer Rede bei den Zuhörern. Links der Landesvorsitzende der CDU in Baden-Württemberg, Thomas Strobl, rechts Susanne Eisenmann, Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg.
Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer (mittig) bedankt sich nach ihrer Rede bei den Zuhörern. Links der Landesvorsitzende der CDU in Baden-Württemberg, Thomas Strobl, rechts Susanne Eisenmann, Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg.  © Marijan Murat/dpa

Die Grünen trauten den Menschen nichts zu. Sie verfolgten eine Politik der Bevormundung "von der Wiege bis zur Bahre", sagte Kramp-Karrenbauer am politischen Aschermittwoch der Südwest-CDU in Fellbach. Dagegen müsse die CDU angehen.

Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) warf sie vor, nur aus Pflichtgefühl heraus zur Landtagswahl 2021 wieder anzutreten.

Die Baden-Württemberger hätten ein Recht darauf zu erfahren, ob Kretschmann das Land mit voller Kraft und voller Leidenschaft regieren wolle und könne. "Diese Frage muss geklärt werden. Das ist die Frage, um die es geht."

Außerdem warnte Kramp-Karrenbauer die CDU, angesichts des Konkurrenzkampfes um ihre Nachfolge vor einer allzu intensiven Selbstbeschäftigung.

"Wir dürfen nicht den Fehler machen zu glauben, wir als Partei seien der Nabel der Welt", sagte sie am politischen Aschermittwoch der Südwest-CDU in Fellbach (Rems-Murr-Kreis).

Röttgen, Merz und Laschet bewerben sich um Nachfolge von Kramp-Karrenbauer

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer spricht beim Politischen Aschermittwoch der CDU in Fellbach.
Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer spricht beim Politischen Aschermittwoch der CDU in Fellbach.  © Marijan Murat/dpa

Die Menschen auf der Straße fragten sich etwa, was mit dem neuartigen Coronavirus sei, was mit ihren Arbeitsplätzen sei und ob man noch zu Fastnachtsumzügen gehen könne, ohne bei Anschlägen verletzt zu werden.

Im Zuge der Regierungskrise in Thüringen hatte Kramp-Karrenbauer ihren Rückzug als Parteichefin und auch ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur angekündigt. Um ihre Nachfolge bewerben sich CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet.

Kramp-Karrenbauer sagte dazu: "Wir haben gute Kandidaten." Die Bewerber seien unterschiedlich, und diese Unterschiede müssten in einem fairen Verfahren ausgetragen werden. Die CDU sei immer mehr als der eine oder der andere Flügel gewesen.

"Die CDU ist die Partei, die zusammenhält, die eine Breite abbildet und deshalb auch viele unterschiedliche Köpfe braucht", sagte Kramp-Karrenbauer.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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