Polizei muss berauschten Mann aus U-Bahntunnel holen und ihn vor Mob schützen

Berlin - In der Nacht zum Sonntag ist ein sichtlich berauschter Mann am U-Bahnhof Weinmeisterstraße in Berlin-Mitte seelenruhig in den Tunnel spaziert und hat sich mit dieser Aktion bei den wartenden Fahrgästen nicht sonderlich beliebt gemacht.

Polizisten und Sanitäter begleiten den verwirrten Mann ins Freie.
Polizisten und Sanitäter begleiten den verwirrten Mann ins Freie.  © Morris Pudwell

Warum der Mann in den U-Bahntunnel bei laufendem Betrieb gelaufen war, konnte auch die Beamten vor Ort nicht in Erfahrung bringen. Das "Kauderwelsch" des Mannes, der sich gegenüber den Einsatzkräften versuchte zu erklären, war einfach nicht zu entschlüsseln.

Doch brachte er mit dieser Aktion nicht nur sich, sondern auch andere Menschen in Lebensgefahr. Zum Glück erkannte ein BVG-Zugführer die Situation rechtzeitig und alarmierte geistesgegenwärtig die Leitstelle.

Daraufhin wurde der Strom im Bereich der Weinmeisterstraße abgestellt. Polizei und Feuerwehr fischten kurz darauf den Mann aus dem engen Tunnel und nahmen ihn schließlich fest.

Nach TAG24-Informationen konnte mit viel Mühe eine Eskalation auf dem Bahnsteig verhindert werden. Während der Mann abgeführt wurde, beleidigten und bedrohten ihn mehrere mitfahrende, deutlich gestresste und ebenfalls angetrunkene Fahrgäste des Zuges. Kurzzeitig wurde es auf dem Bahnsteig richtig laut. Die Polizei griff lediglich verbal ein und verhinderte ein Übergreifen auf den Gefangenen.

Ob der Mann unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand, und was ihn schließlich in den U-Bahntunnel verschlagen hatte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der U-Bahnverkehr auf der U8 war für eine Stunde unterbrochen.

Titelfoto: Morris Pudwell

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