Berliner Polizisten finden toten Mann, doch dann begehen sie einen großen Fehler

Berlin - Es ist ein trauriger Fall, dessen Umstände bis heute noch nicht vollständig geklärt wurden: Am Karfreitag 2019 fand die Berliner Polizei einen 36-jährigen Israeli tot in seinem Hotelzimmer. Doch dann begehen die Beamten einen großen Fehler.

Normalerweise sollten Angehörige so schnell wie möglich über Todesfälle informiert werden. Im Fall des nun verstorbenen ging das gehörig schief! (Symbolbild / Foto Suchaufruf)
Normalerweise sollten Angehörige so schnell wie möglich über Todesfälle informiert werden. Im Fall des nun verstorbenen ging das gehörig schief! (Symbolbild / Foto Suchaufruf)

Denn die Polizei vergaß anscheinend einfach, die Israelische Botschaft zu informieren! Diese hätte die Aufgabe übernommen, die Familie des 36-Jährigen ausfindig zu machen und sie über sein trauriges Schicksal zu unterrichten.

Dabei meldeten die Angehörigen des Israelis ihn laut "B.Z." bereits am Donnerstag, also einen Tag vor Finden der Leiche, als vermisst. Der Suchaufruf wurde von zahlreichen Seiten geteilt.

Der Tourist soll schon letzten Mittwoch in Berlin angekommen sein, sich dann ab Donnerstag aber nicht mehr bei seiner Familie gemeldet haben. Daraufhin wandte die sich an die israelische Botschaft und Berliner Polizei, startete sogar einen Suchaufruf im Internet. Am Karfreitag fand die Polizei schließlich die Leiche des Mannes in seinem Hotelzimmer im Berliner Bezirk Schöneberg.

Anscheinend wurden die isrealischen Behörden aber erst am Dienstag, also etwa fünf Tage nach dem Fund, darüber informiert. Erst dann erfuhren auch die Eltern, welch trauriges Schicksal ihr Kind in Berlin ereilt hatte!

Tage der Qual und Ungewissheit für die Familie des verstorbenen Israelis!

Erst mehrere Tage später wurde die Familie in Israel informiert. (Symbolbild)
Erst mehrere Tage später wurde die Familie in Israel informiert. (Symbolbild)  © 123RF

Inzwischen räumte die Berliner Polizei am Donnerstag ein, Fehler in dem Fall gemacht zu haben. Laut "B.Z." sei bei einer Überprüfung des Falles herausgekommen, "dass die unverzügliche Information der Botschaft leider versäumt wurde".

Man werde nun die Beteiligten Dienststellen in der Hinsicht sensibilisieren. Eine Benachrichtigung und Betreuung der Angehörigen sei sehr wichtig.

"ynet", eine israelische Nachrichtenseite zitiert den Vater des Verstorbenen: "Die Familie hat die ganzen Feiertage über gelitten und die ganze Zeit versucht, ihn zu finden." Dabei wusste die Berliner Polizei schon lange über das Schicksal des Sohnes Bescheid! Weiter kritisierte der Vater, er habe quasi keine offiziellen Informationen zum Tod seines Kindes von den deutschen Behörden erhalten.

Die Todesursache des jungen Israeli ist noch nicht bekannt. Laut Polizei lägen keine konkreten Hinweise auf ein Verbrechen vor. Dennoch sei eine Obduktion der Leiche des 36-Jährigen geplant.

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