Junge Frau wählt Notruf: Die Reaktion der Polizei sorgt für Kritik!

Königs Wusterhausen - Vogel weggeflogen - Notruf gewählt! Für eine 23-Jährige aus Königs Wusterhausen schien das die einzige Lösung gewesen zu sein. Die Reaktion der Polizei ruft nun zahlreiche Kritiker auf den Plan.

Weil ihr Vogel entflogen war, rief eine junge Frau die Polizei (Symbolbild).
Weil ihr Vogel entflogen war, rief eine junge Frau die Polizei (Symbolbild).  © 123RF/belchonock

"Mein Vogel ist ausgeflogen. Bitte kommen Sie schnell!" So lautete eine Notruf-SMS einer 23-Jährigen", schreiben die Beamten auf Twitter. "Unsere Kollegen sind auch zu ihr gefahren. Und zwar um ihr zu erklären, wofür der NOTruf da ist. Den Einsatz darf sie jetzt bezahlen."

Eine Maßnahme, die nicht jedem Twitter-User fair vorkommt:

  • "Wenn ihr wisst, es ist kein Notruf und dann trotzdem hinfahrt, um es ihr zu erklären, finde ich es ziemlich daneben sie das bezahlen zu lassen"
  • "Da es sich bei einem Notfall um subjektives Empfinden handelt,kann man der Frau die Notruf SMS doch nicht zum Vorwurf machen. Aus ihrer Sicht handelte es sich wahrscheinlich um eine echte Notlage. In Hoffnung dass ihr Tweet nicht für Verunsicherung bei berechtigten Fällen sorgt"
  • "Leuchtet mir ehrlich gesagt nicht ein! Ne SMS und deren "Aussortierung" wegen Nichtigkeit, belegt letztlich keine/kaum Notfall-Ressourcen. Sie wissen, dass es kein Notfall ist ... fahren trotzdem hin ... und berechnen der Bürgerin dann die Kosten dafür?! Gehts noch?!"
  • "1. Eine Belehrung + eine kleine Strafe wäre angebracht 2. In dem Wissen, dass es kein Notruf ist hin zu fahren, und das in Rechnung zu stellen nicht. 3. Klingt fast ein wenig nach Langeweile auf dem Polizeirevier...."

... wird sich in dem Tweet echauffiert.

Die Brandenburger Polizei will der 23-Jährigen den Einsatz in Rechnung stellen (Symbolbild).
Die Brandenburger Polizei will der 23-Jährigen den Einsatz in Rechnung stellen (Symbolbild).  © 123RF/jarretera

Anschuldigungen, welche die Brandenburger Polizei nicht auf sich sitzen lassen möchte!

"Unsere Kollegen waren bereits vor Ort als sich der Sachverhalt endgültig aufgeklärt hat. Schade, dass Sie uns Langeweile vorwerfen, dass wir zügig am Einsatzort waren und nicht erfreut darüber sind, dass solche Notrufe bzw. SMS Einsatzkräfte binden für wirkliche Notfälle", heißt es in einer Stellungnahme.

Zahlreiche Nutzer finden die Strafe aber auch durchaus angebracht, wie dieser Kommentar deutlich macht: "Die Polizei hat hier absolut korrekt gehandelt. Unfassbar, für welchen Firlefanz heutzutage Polizei, Feuerwehr, Sanitäter, Notärzte und Notaufnahmen in Anspruch genommen werden."

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die teure SMS für die junge Dame gelohnt hat und ihr Vögelchen vielleicht doch schon bald wieder auftaucht.

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