Polizei wird zu Messer-Angriff gerufen und kann nicht glauben, was sie vorfindet

Bremen - Der 1. April ist vorüber und damit auch die Gefahr, am laufenden Band veräppelt zu werden.

© DPA

Ob eine romantische Übernachtung auf dem Rollfeld, Reiner Calmund als neuer St. Pauli-Chef oder Vorlesungen für Helikopter-Eltern (TAG24 berichtete) - die Menschen im Norden haben sich auch in diesem Jahr wieder allerlei Späße einfallen lassen.

Doch die Polizei Bremen berichtet am Dienstag auch von mindestens einem Aprilscherz, der gehörig daneben ging.

Im Stadtteil Findorff habe es am Montagabend einen unnötigen Einsatz von Feuerwehr und Polizei gegeben.

Eine 28 Jahre alte Bremerin hatte ihren Bruder angerufen und erzählt, dass sie durch Messerstiche in den Bauch verletzt worden sei. Der 29-Jährige nahm die Schilderung ernst und wählte sofort den Notruf.

Mehrere Streifenwagen, ein Rettungs- und ein Notarztwagen machten sich auf den Weg in Richtung Findorff. Am vermeintlichen Tatort trafen die Einsatzkräfte aber auf keine verletzte Frau.

Stattdessen schilderte die 28-Jährige, dass sie sich mit ihrem Bruder bloß einen Aprilscherz erlaubt hatte.

"Die Polizisten zeigten der Bremerin deutlich die Gefahren einer solchen Aktion auf, gerade im Hinblick auf Blaulichtfahrten und das unnötige Binden von Einsatzkräften", heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Die Frau habe jedoch wenig Verständnis gezeigt. Gegen sie werde nun ein Strafverfahren wegen des Missbrauches von Notrufen eingeleitet. Weitere Kostenübernahmen müssten noch geprüft werden.

In dem Zusammenhang warnt die Polizei: Wer absichtlich oder wissentlich Notrufe missbraucht, kann mit einer Geldstrafe oder sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bestraft werden.

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0