Drücken hier Polizisten das Gesicht eines Mannes in Glasscherben?

Polizeibeamte halten die zwei Transporter-Insassen am Boden fest. Wurde dabei einer der Männer mit dem Kopf in Glasscherben gedrückt?
Polizeibeamte halten die zwei Transporter-Insassen am Boden fest. Wurde dabei einer der Männer mit dem Kopf in Glasscherben gedrückt?  © Screenshots/MZ

Dessau-Roßlau - Was ist genau bei einer aus dem Ruder gelaufenen Transporter-Kontrolle in Roßlau (Sachsen-Anhalt) passiert? Am Dienstag meldete sich erstmals eine Zeugin zu Wort.

Der Zwischenfall hatte sich bereits am 9. Mai in der Roßlauer Hauptstraße ereignet. Die Polizei wollte einen VW-Transporter kontrollieren, der vorn kein Kennzeichen hatte, schreibt die MZ.

Als die Flucht endete, schlugen die Beamten die Seitenscheibe ein, um beide im Fahrzeug befindlichen Männer herauszuholen. Daraufhin soll die Situation eskaliert sein.

Ein 29-jähriger Transporter-Insasse musste später im Krankenhaus behandelt werden. Offenbar wurde er durch die eingeschlagene Scheibe nach außen gezogen.

"Die Beamten waren extrem aggressiv", sagte eine Zeugin des Einsatzes. "Ich denke, die Beamten sind alle geschult, um in Stresssituationen richtig zu reagieren? Hier ist was richtig schief gelaufen. Ich bin überzeugt, mit erfahrenen Beamten wäre das nicht passiert", sagte die Frau der MZ am Dienstag.

Auf dem Video ist zu sehen, wie sich ein zweiter Insasse des Transporters den Anweisungen eines Polizisten widersetzt. "Sie legen sich jetzt auf den Boden", sagte der Beamte fordernd.

"Warum denn, ich stehe doch hier ganz friedlich", antwortete der Mann. Nach dessen Ausfallschritt nach vorn überwältigte der Polizist den Mann, fixierte ihn am Boden. Und das wohl nicht sehr sanft.

"Hören Sie bitte auf, aufhören bitte", schrie der auf dem Gehweg liegende Mann mit flehender und schmerzverzerrter Stimme.

Ob tatsächlich einer der Männer mit dem Kopf in die Glasscherben gedrückt wurde, wird im Video nicht genau klar.

Einen Tag nach dem Vorfall hatte ein Zeuge bei der Polizei angerufen und eine Unverhältnismäßigkeit des Einsatzes beklagt. Gemeldet hat er sich seitdem nicht wieder.


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