Im Schneckentempo zum Einsatzort: Berliner Polizei immer langsamer

Aus einer polizeilichen Statistik geht hervor, dass die Polizei länger zum Einsatzort braucht, als noch vor drei Jahren. (Symbolbild)
Aus einer polizeilichen Statistik geht hervor, dass die Polizei länger zum Einsatzort braucht, als noch vor drei Jahren. (Symbolbild)  © DPA

Berlin - Wer in Berlin die Polizei ruft, muss länger warten, als noch vor knapp drei Jahren. In der Hauptstadt dauert es immer länger bis die Beamten zum Einsatzort gelangen.

Das geht aus einer Polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die dem RBB vorliegt. Darin enthalten sind die wichtigsten Daten der letzten 20 Jahren.

Dabei geht hervor, dass es länger dauert bis die Polizei am Einsatzort eintrifft. Bei normalen Einsatzen ohne Martinshorn und Blaulicht dauert es im Durchschnitt 22 bis 30 Minuten. Erst dann ist ein Streifenwagen vor Ort. 2014 waren es noch mehrere Minuten weniger. Dies trifft auf alle Berliner Polizeidrektionen zu.

Anders sieht es jedoch bei Einsätzen mit Blaulicht aus. Dann dauert es durchschnittlich achteinhalb Minuten. Das ist kein großer Unterschied zu 2014.

Aus der Studie geht ebenfalls hervor, dass das Risiko Opfer von Gewalt zu werden, deutlich geringer ist, als noch vor 20 Jahren. Dafür stiegen die Fahrrad- und Taschendiebstähle drastisch an - mit wenig Aussicht auf Erfolg für die Geschädigten. Die Aufklärungsquote liegt bei unter fünf Prozent.


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