Polizei erwischt eingeschleuste Familie auf der A4 gleich zweimal in vier Tagen

Görlitz - Die Bundespolizei hat eine iranische Familie gleich doppelt erwischt: In wenigen Tagen versuchten sie zweimal illegal nach Deutschland einzureisen.

Gleich zwei Dienststellen der Bundespolizei haben in den letzten Tagen Bekanntschaft mit einer Familie aus dem Iran gemacht. (Symbolbild)
Gleich zwei Dienststellen der Bundespolizei haben in den letzten Tagen Bekanntschaft mit einer Familie aus dem Iran gemacht. (Symbolbild)  © Carsten Rehder/dpa

Laut dem Polizeibericht versuchte die dreiköpfige Familie zunächst am vergangenen Samstag, als ganz normale Passagiere in einem Reisebus über die polnische Grenze zu kommen.

Beamte von der Bundespolizeiinspektion Ebersbach erwischten das Trio aus Vater, Mutter (beide 48) und Tochter (19) allerdings auf der A4 bei Uhyst am Taucher und nahmen sie mit auf die Dienststelle. Am Sonntag wurden die drei wieder nach Polen abgeschoben.

Aber dann haben sie es gleich noch einmal probiert: Wie die Polizei am heutigen Donnerstag mitteilt, wurden die drei Iraner am Mittwochabend erneut von Bundesbeamten in Gewahrsam genommen.

Diesmal waren die beiden Eltern und ihr Kind mit einem irakischen Schleuser (31) in einem 3er-BMW über die Grenze gefahren. 

Gegen 22.30 Uhr haben Fahnder der Ludwigsdorfer Bundespolizei sie allerdings kurz vor dem Tunnel Königshainer Berge ein zweites Mal geschnappt.

Geschleuster Familie droht Abschiebung in den Iran

Dem vorläufig festgenommenen Schleuser, der selbst als Flüchtling aus dem Irak in Bonn lebt, wird nun das Einschleusen von Ausländern vorgeworfen.

Der dreiköpfigen Familie droht derweil die erneute Abschiebung. 

Dem Polizeibericht zufolge prüfen die Beamten zurzeit, ob die drei unverzüglich auf dem Luftweg zurück in den Iran geschickt werden können.

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa

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