Polizei fasst Täter: Das steckt hinter den "Dating-Überfällen" in Bremen!

Bremen – Kabale statt Liebe: Ende November überfielen Jugendliche im Bremer Stadtteil Walle an verschiedenen Abenden erwachsene Männer, die sich über eine Dating App mit einer jungen Frau verabredeten (TAG24 berichtete).

Das Bild zeigt das Firmenlogo des Dating-Portals "Lovoo". Immer häufiger machen sich Kriminelle das Internet oder Apps zunutze, um sich zu bereichern.
Das Bild zeigt das Firmenlogo des Dating-Portals "Lovoo". Immer häufiger machen sich Kriminelle das Internet oder Apps zunutze, um sich zu bereichern.  © DPA

Die Polizei Bremen konnte nun die Täter überführen und erklärt, was eigentlich hinter den Fällen steckt:

Alles begann am Montagabend. Ein Mann (36) verabredet sich über lovoo, eine "Community zum Chatten und Kennenlernen", mit einer unbekannten Frau.

Dann passiert das Unglaubliche: Statt einem romantischen Date gibt es Hiebe.

Der Bremer wird misstrauisch, als die vermeintliche Chatpartnerin im Waller Park aus der Dunkelheit auftaucht – flankiert von zwei Männern. Er will das Weite suchen und stolpert dabei. Diesen Umstand nutzen die beiden Begleiter erbarmungslos aus, treten ihm gegen den Kopf und rauben ihn aus. Anschließend flüchtet das Trio.

Am Abend darauf wiederholt sich die brutale Geschichte an anderer Stelle: Die Jugendlichen überfielen einen 42 Jahre alten Mann. Der Bremer verabredet sich zuvor – ebenfalls über die Dating-App – und wird daraufhin, wie schon das vorherige Opfer, in die fiese Falle gelockt.

Die Chatpartnerin erscheint auch hier wie verabredet zum "Blind Date" und die beiden spazieren zusammen in den Waller Park. Hier stoßen eine handvoll Jugendliche dazu und schlagen auf den Bremer ein. Seine weibliche Verabredung forderte dabei kaltblütig Bargeld von ihm, doch das Opfer kann sich befreien und kann fliehen.

Die Täter kamen noch einmal zurück und schlugen erneut auf die Teenies ein. (Symbolbild)
Die Täter kamen noch einmal zurück und schlugen erneut auf die Teenies ein. (Symbolbild)  © 123RF

Nach intensiver Ermittlungsarbeit konnte der aggressiven Gruppe laut der Polizeistelle in Bremen jetzt Einhalt geboten werden. Nur wenige Tage nach den Taten konnten vier Mädchen und vier Jungen, vornehmlich im Alter zwischen 14 und 16 Jahren als Täter ermittelt werden.

Die Gruppe Halbstarker zeigte sich bei den Vernehmungen im Beisein ihrer Eltern geständig und muss sich nun auf massive, rechtliche Konsequenzen gefasst machen.

Der zuständige Polizeibeamte gab auf Nachfrage von TAG24 an, dass die jugendliche Gang "schon ziemlich Skrupellos vorgegangen" ist. Solche Gewaltausbrüche, gepaart mit einer ordentlichen Portion krimineller Energie, seien in Bremen "die Ausnahme".

Die Jugendlichen, die offenbar nur hinter dem Geld ihrer Opfer her waren, erwartet ein Strafverfahren wegen Räuberischer Erpressung. Dabei findet voraussichtlich noch das mildere Jungendstrafrecht Anwendung.

Mehr zum Thema Hamburg Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0