Mann greift Feuerwehr an, obwohl die gerade seinen Sohn rettet

Berlin - Am Sonntagnachmittag werden Feuerwehrleute zu einem Noteinsatz nach Kreuzberg gerufen. Ein junger Mann braucht medizinische Hilfe, doch sein Vater und Bruder scheinen damit nicht einverstanden zu sein.

Ein verletzter Feuerwehrmann, vier verletzte Polizisten – Die Statistik dieses Sonntags
Ein verletzter Feuerwehrmann, vier verletzte Polizisten – Die Statistik dieses Sonntags  © 123RF

Kaum beginnen die beiden Kräfte der Feuerwehr mit der Behandlung des Erkrankten, fangen sein 44-Jähriger Vater und sein 17-Jähriger Bruder an, die Einsatzkräfte zu beschimpfen.

Laut einer Sprecherin der Feuerwehr, retteten sich die beiden Feuerwehrleute, sowie ein mittlerweile eingetroffener Notarzt zunächst aus der Wohnung auf die Straße. Doch dort eskalierte die Situation vollständig – unter Schlägen flüchteten sie sich ins das Einsatzfahrzeug.

Erst die Polizei konnte den sicheren Abtransport des Erkrankten in eine Klinik gewährleisten. Ein Beamter der Feuerwehr erlitt leichte Verletzungen.

Auf die beiden Angreifer kommt nun eine Ermittlung wegen Tätlichen Angriffs zu.

Doch damit nicht genug: Nur wenige Stunden später gibt es vier verletzte Polizisten!

Kurz vor Mitternacht kam es erneut zu körperlicher Gewalt gegen Beamte. Zivilpolizisten einer Einsatzhundertschaft waren in der Karl-Liebknecht-Straße (Mitte) unterwegs, als drei Männer bei Rot eine Ampel überquerten und die Polizisten abrupt bremsen mussten.

Als die Polizisten sich als solche zu erkennen gaben und die Ausweise der Männer sehen wollten, trat ein 29-Jähriger aus der Gruppe gegen das Polizeifahrzeug und schlug nach einem Polizisten. Erst weitere Polizisten und der Einsatz von Pfefferspray konnte die Eskalation beenden. Zwei der Männer (29 und 46 Jahre alt) wurden vorläufig festgenommen, der dritte konnte fliehen.

Insgesamt wurden bei dem Vorfall vier Beamte leicht verletzt, sie konnten allerdings im Dienst verbleiben.

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