Polizei findet zerstückelte Leiche und einen Brief, in dem steht: "Meine Frau war es nicht"

Tooele (Utah) - Es begann ziemlich gewöhnlich und entwickelte sich dann zu einem sehr mysteriösen Fall: Vergangenen Monat fand die Polizei in der US-Kleinstadt Tooele bei einem Routine-Check die Leiche einer Seniorin (†75) in deren Haus.

Die Polizei riegelte den Tatort ab.
Die Polizei riegelte den Tatort ab.  © YouTube/Screenshot/FOX 13 News Utah

Kaum jemand glaubte wohl in diesem Moment, dass es in dem Zuhause der verstorbenen Jeanne Souron-Mathers etwas Besonderes zu finden gab, bis jemand in einen Kühlschrank in der Abstellkammer schaute. Darin lagen Teile einer menschlichen Leiche.

Als die Beamten dann noch einen notariell beglaubigten Brief aus dem Jahr 2008 im Kühlschrank fanden, kamen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus, berichtet aktuell "Metro".

Bei der Leiche handelte es sich um den Ehemann der Toten. Eine erste Obduktion ergab, dass Paul Mathers (†58) bereits im Frühjahr 2009 gestorben sein musste.

In dem hinterlassenen Brief stand, dass Mathers nicht von seiner Frau umgebracht wurde, sondern eines natürlichen Todes gestorben war. Angesichts einer zerstückelten Leiche wirkte dies auf den ersten Blick natürlich alles andere als glaubwürdig.

Polizist Jeremy Hansen sagte: "Ich bin nun 13 Jahre lang im Dienst, aber so etwas habe ich noch nicht gesehen. Ich bin total perplex."

Polizist Jeremy Hansen: "Völlig verrückt"

Was hinter dieser Tür geschah, ist immer noch nicht ganz klar.
Was hinter dieser Tür geschah, ist immer noch nicht ganz klar.  © YouTube/Screenshot/FOX 13 News Utah

Es stellte sich heraus, dass der Tote vermutlich nicht ermordet worden war, wenngleich ein Suizid oder ein Fremdeinwirken nicht mehr zu 100 Prozent ausgeschlossen werden konnten. "Wir glauben, dass er an einer unheilbaren Krankheit gelitten hat", sagte Hansen.

Seine Frau oder ein weiterer Komplize hatten die Leiche des Mannes also erst zerstückelt, als dieser bereits tot war. Doch warum? Der Grund war nicht nur die Fortzahlung seiner normalen Rente, sondern auch die zusätzlichen Veteranen-Rente, die Mathers aufgrund seiner Zeit als Soldat auch noch zustand.

Die verantwortliche Notarin wurde dann zwar noch ausfindig gemacht. Doch sie redete sich ganz einfach heraus, behauptete das Schreiben am 2. Dezember 2008 gestempelt und per Brief zurückgeschickt und nicht genau gelesen zu haben.

Jeanne Souron-Mathers kassierte noch über ein Jahrzehnt die Bezüge ihres Mannes, bis sie starb. "Völlig verrückt", nannte Hansen die Geschichte und teilte mit, dass die Ermittlungen nun eingestellt würden, weil beide gestorben seien.

Laut "Süddeutsche" ging der Plan des Ehepaares voll auf. Die Witwe kassierte umgerechnet fast 160.000 Euro - dank des Betrugs.

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