Zeuge bricht mit Schnittverletzungen im Gerichtssaal zusammen

Hamburg - Am Freitagmorgen spielten sich rätselhafte Szenen im Amtsgericht St. Georg ab. Ein schwerverletzter Zeuge löste einen Rettungseinsatz aus.

Im Amtsgericht Hamburg sagte ein Zeuge schwerverletzt aus.
Im Amtsgericht Hamburg sagte ein Zeuge schwerverletzt aus.  © DPA

Ein 20-Jähriger, der als Zeuge in einem Prozess aussagt hatte, musste mit Schnittverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Nach ersten Erkenntnissen soll er sich diese selbst zugefügt haben.

„Wir gehen davon aus, dass der Mann sich die Schnittverletzungen selbst zugefügt hatte“, sagte Polizeisprecher René Schönhardt zu Bild.

Er habe dies den Beamten während einer Befragung bestätigt.Das Amtsgericht verhandelte einen Fall gegen einen 28-jährigen Mann wegen Handels mit Betäubungsmitteln.

Der 20-Jährige war als Zeuge geladen und sollte aussagen.

Doch bereits vor der Verhandlung teilte der Angeklagte der Richterin mit, dass der Zeuge verletzt sei.

Auf Nachfrage verneinte dieser allerdings. Äußerlich seien auch keine Verletzungen sichtbar gewesen, sagte Gerichtssprecher Kai Wantzen. Der junge Mann bestand auf seine Aussage.

Als der Zeuge wegen einer Bescheinigung ein zweites Mal den Gerichtssaal betrat, verschlechterte sich sein Zustand jedoch. Die Richterin alarmierte den Notruf.

Der 20-Jährige blutete aus mehreren Schnittwunden im Brustbereich, die er wohl verdeckt hatte. Die Ursache der Schnitte ist noch unklar.

Ungeachtet der ganzen Aufregung um den Zeugen, wurde der Angeklagte von der Richterin wegen Drogenbesitzes zu einer Geldstrafe in Höhe von 900 Euro verurteilt.

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