Über Deutschland hinaus: Polizei-Großeinsatz wegen Cybercrime

Stuttgart - Im Zusammenhang mit Cybercrime ist es zu einem Großeinsatz in neun Bundesländern sowie in Litauen und Kroatien gekommen.

In Stuttgart wurden vier Wohnungen von der Polizei durchsucht. (Symbolbild)
In Stuttgart wurden vier Wohnungen von der Polizei durchsucht. (Symbolbild)  © DPA

In Baden-Württemberg wurden nach Angaben des Landeskriminalamtes in Stuttgart vier Wohnungen durchsucht.

Die Polizeidirektion Göttingen sowie die Zentralstelle Internet- und Computerkriminalität der Staatsanwaltschaft Göttingen hatten die "umfangreichen Polizeimaßnahmen" koordiniert und geleitet.

Rund 1000 Einsatzkräfte seien beteiligt gewesen, teilte die Polizei Göttingen am Dienstag mit.

Hintergrund sei ein Cybercrime-Ermittlungsverfahren, es gehe um Straftaten rund um das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz, das Sprengstoffgesetz und das Betäubungsmittelgesetz.

Details zu den Aktionen sollten auf einer Pressekonferenz um 14 Uhr in der Polizeiinspektion Göttingen genannt werden.

Im Zusammenhang mit Cyber-Crime gab es ein großen Polizei-Einsatz. (Symbolbild)
Im Zusammenhang mit Cyber-Crime gab es ein großen Polizei-Einsatz. (Symbolbild)  © DPA

Sprengstoffplatform "xplosives.net" stillgelegt

Update 15.55 Uhr: Die Polizei hat die frei im Internet zugängliche Sprengstoff-Plattform "xplosives.net" stillgelegt. Der Server und zahlreiche Datenträger seien beschlagnahmt worden, sagte der Präsident der Polizeidirektion Göttingen (Niedersachsen), Uwe Lührig, am Dienstag.

Auf der Plattform seien Anleitungen zum Bau von Kriegswaffen und Bomben sowie zur Herstellung von Sprengstoff zu finden gewesen.

Der Einsatz habe am Dienstagmorgen um 4.30 Uhr in neun Bundesländern sowie in Litauen und Kroatien begonnen. Dabei seien Sprengstoff und Rauschgift sichergestellt worden. Die Durchsuchungen richteten sich gegen 22 deutsche Verdächtige im Alter von 17 bis 55 Jahren. Rund 1000 Einsatzkräfte waren nach Angaben der Polizei Göttingen beteiligt.

Titelfoto: DPA

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