Großeinsatz in Magdeburg: Polizei räumt Rechtsrock-Party

Magdeburg - Eine Party der rechten Szene in Magdeburg wurde am Samstagabend durch die Polizei aufgelöst. Dabei musste eine Person vorübergehend sogar gefesselt werden.

Mit einem Großaufgebot beendete die Polizei am Samstag eine Rechtsrock-Party in Magdeburg.
Mit einem Großaufgebot beendete die Polizei am Samstag eine Rechtsrock-Party in Magdeburg.  © Tom Wunderlich

Gegen 23 Uhr trafen plötzlich zehn Streifenwagen vor einem Mehrfamilienhaus in der Magdeburger Königstraße ein. Grund für den Einsatz war eine Party der rechten Szene, welche durch die Beamten aufgelöst wurde.

Nach aktuellen Informationen von TAG24 sollen etwa 50 Kräfte der Bereitschaftspolizei sowie des regulären Streifendienstes im Einsatz gewesen sein.

An der Party sollen rund 40 Personen teilgenommen haben. Einige von ihnen sollen sich den Beamten gegenüber sehr aggressiv verhalten und diese angepöbelt haben. Einer der Teilnehmer musste vorübergehend sogar gefesselt werden, da er die Polizisten behindert hatte.

Die Polizei beschlagnahmte mehrere Tonträger sowie die Musikanlage des Veranstalters.

Dabei musste eine Person vorübergehend gefesselt werden.
Dabei musste eine Person vorübergehend gefesselt werden.  © Tom Wunderlich

UPDATE, 13 Uhr:

Die Polizei hat neue Details zur Räumung der Rechtsrock-Party veröffentlicht.

Demnach sei es zu dem Einsatz gekommen, nachdem die Behörde darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei der Party "rechtsmotivierte Musik abgespielt wird", so Pressesprecherin Ilona Wessner.

Der Verdacht, dass auf der Veranstaltung indizierter Rechtsrock gespielt wird, habe sich letztendlich bestätigt. Daraufhin stürmten Polizeibeamte das Grundstück und erhoben die Identitäten der etwa 40 Anwesenden. Zudem sollen verschiedene Speichermedien sowie ein Laptop sichergestellt worden sein.

Einer der Anwesenden (45) habe während der Personen-Checks unvermittelt die Polizisten angegriffen. Der Mann wurde daraufhin fixiert. Verletzte gab es nicht.

Die Polizei hat nun Ermittlungsverfahren wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie wegen Volksverhetzung eingeleitet.

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