Einsatz im Hambacher Forst: Polizei schützt RWE-Mitarbeiter

Köln/Aachen - Die Aachener Polizei ist am Montag im Hambacher Forst im Einsatz.

31.1.2020: Waldbewohner haben Reifen und Stahlträger auf einem Weg plaziert, um RWE und Polizei Fahrzeuge dem Weg zu sperren.
31.1.2020: Waldbewohner haben Reifen und Stahlträger auf einem Weg plaziert, um RWE und Polizei Fahrzeuge dem Weg zu sperren.  © dpa/David Young

Laut Twitter-Mitteilung der Beamten wollte der Energiekonzern RWE dort Unrat und "mögliche Gefahrenstellen auf den Wegen" beseitigen.

Die Polizei sei dabei, um die RWE-Mitarbeiter "vor möglichen Übergriffen von Störern" zu schützen. Zudem betonten die Beamten via Twitter, dass die Polizei den Hambacher Forst nicht räume.

Der Wald am Tagebau Hambach zwischen Köln und Aachen sollte ursprünglich dem Braunkohleabbau weichen.

Er wurde zum Sinnbild für den Konflikt um den Kohleausstieg und soll erhalten bleiben.

Waldschützer sehen den Hambacher Forst aber weiterhin bedroht. Aktivisten haben dort unter anderem Baumhäuser errichtet.

RWE will Abstand zum Hambacher Forst halten

Der Energiekonzern RWE hatte zuletzt angekündigt, beim Betrieb des Tagebaus Hambach einen "angemessenen Abstand" zum Hambacher Forst zu halten.

"So ist sichergestellt, dass weder der Wurzelbereich noch die Baumkronen Schaden nehmen können", teilte das Unternehmen mit.

Unabhängig davon sei die Wasserversorgung der Bäume durch den Tagebau nicht gefährdet, da die Böden im Hambacher Forst sehr gut Feuchtigkeit speichern könnten. Die Vegetation im Hambacher Forst habe noch nie Kontakt zum Grundwasser gehabt. "Die Vegetation lebt seit jeher ausschließlich vom Niederschlag", stellte RWE fest.

Waldschützer befürchten, dass der Wald auch nach der Bund-Länder-Einigung zum Kohleausstieg bedroht ist.

Titelfoto: dpa/David Young

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