Schwere Ausschreitungen in Leipzig!

Wasserwerfer und Räumpanzer der Polizei in Leipzig.
Wasserwerfer und Räumpanzer der Polizei in Leipzig.

Leipzig - Schwere Krawalle am Rande einer Neonazi-Demonstration haben die Karl-Liebknecht-Straße im Süden von Leipzig in ein Schlachtfeld verwandelt. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Reizgas gegen schwarz gekleidete und oft vermummte Krawallmacher aus der linken Szene vor.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurden Polizisten aus einer Menge von etwa 1000 Menschen heraus "massiv" angegriffen. Es habe Verletzte gegeben. Die Polizei nahm mehrere Menschen in Gewahrsam. Die Gegendemonstranten warfen Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper. Eine Bushaltestelle ging zu Bruch, Müllcontainer in Flammen auf. Selbst die Feuerwehr sei angegriffen worden, twitterte die Polizei.

Auslöser der Krawalle war eine Demonstration von Rechtsextremisten im Stadtteil Südvorstadt. Dazu seien weit weniger Teilnehmer gekommen als die angemeldeten 200, so die Polizei. Ursprünglich wollten die Neonazis durch den linken Stadtteil Connewitz marschieren. Dies wurde jedoch vom Ordnungsamt verweigert, weil dort ein Weihnachtskonzert und ein alternativer Weihnachtsmarkt stattfanden.

Es waren mehrere Gegenveranstaltungen angemeldet. Die Polizei war mit einem Großaufgebot und Verstärkung aus anderen Bundesländern vor Ort.

So berichtete MOPO24 im Liveticker

Update, 17:17 Uhr: Nachdem die Kreuzung von der Polizei geräumt, einige Beamte und Demonstranten verletzt wurden, scheint sich nun die Lage tatsächlich langsam zu beruhigen. Die Karl-Liebknecht-Straße gleicht allerdings einem Schlachtfeld.

Update, 17:00 Uhr: Nachdem sich die Lage kurz beruhigt hatte, eskalierte es an der Kurt-Eisner-Straße erneut.

Update, 16:34 Uhr: An der Kreuzung Karl-Liebknecht-/Kurt-Eisner-Straße hat die Polizei Kräfte zusammengezogen und droht jetzt über Lautsprecher mit gewaltsamer Räumung.

Update, 16:02 Uhr: Polizei und Gegendemonstranten liefern sich Straßenschlachten, hier an der Ecke Karl-Liebknecht-Straße / Kurt-Eisner-Straße.

Update, 15:21 Uhr: Auf der August-Bebel-Straße werden brennende Barrikaden errichtet.

Update, 15:15 Uhr: Die Karl-Liebknecht-Straße gleicht einem Schlachtfeld. Mit Wasserwerfern versucht die Polizei, das Gebiet zu räumen.

Update, 15:07 Uhr: In der Arndtstraße setzt die Polizei Tränengas ein.

Update, 14:55 Uhr: Auf der Arthur-Hoffmann-Straße hat die Polizei große Mühe, das rechte und linke Lager auseinanderzuhalten.

Update, 14:26 Uhr: Polizisten umstellen auf der Kreuzung Arthur-Hoffmann-/Kurt-Eisner-Straße eine Sitzblockade von Gegendemonstranten.

Update, 13:49 Uhr: An der Kurt-Eisner-Straße kam es zu ersten Auseinandersetzungen zwischen Gegendemonstranten und der Polizei. "Wir werden entschieden dagegen vorgehen! Bleibt friedlich und distanziert Euch von Gewalttätern", twittert die Polizei.

Foto: Markus Weinberg, Alexander Bischoff