Twitter-User beschwert sich bei Polizei über E-Scooter und bekommt sensationelle Retourkutsche

München - Ein Twitter-User regte sich über einen ungünstig abgestellten E-Scooter dermaßen auf, dass er kurzerhand die Polizei München anschrieb und sie aufforderte, dagegen etwas zu unternehmen. Das Social-Media-Team der Beamten konterte genial.

Dieser E-Scooter brachte den Twitter-Nutzer in Rage.
Dieser E-Scooter brachte den Twitter-Nutzer in Rage.  © Screenshot/twitter

E-Scooter sieht man mittlerweile überall in München. Meist stehen sie geordnet am Straßenrand. Das große Chaos wie bei den Mieträdern von Obike, die teilweise zu fast kunstvollen Müllhaufen angeordnet wurden, blieb bislang aus.

Doch natürlich gibt es auch Negativbeispiele. Einem Twitter-User fiel ein solches am Karlsplatz in München auf.

Mitten vor dem Treppenabgang zu den Stachus Passagen stand ein böser E-Tretroller. Als wollte er mit einem spöttischen Lachen sagen: "Seht mich an, ich bin neu in der Stadt und versperre Euch den Weg."

Das war einem Twitter-Nutzer offenbar ein Dorn im Auge. "Wahnsinn! Soll auf der Treppe der Stachus Passagen gute Parkplatz für eine Elektrorolle sein?", schrieb der aufgebrachte Bürger (Rechtschreibung übernommen).

Kurzerhand wandte er sich über die Social-Media-Plattform an die Polizei München.

Die Polizei München konterte über Twitter. (Symbolbild)
Die Polizei München konterte über Twitter. (Symbolbild)  © DPA

"Vielleicht kann @PolizeiMuenchen in dieser Fälle aktiver werden!", forderte er (Rechtschreibung übernommen).

Die Polizei München hatte zügig eine passende Antwort parat: "Es bestünde auch die Möglichkeit, den Roller einfach selbst einen Meter zur Seite zu stellen. Hat in den Zeiten vor Twitter auch gut funktioniert."

Und auch andere Twitter-Nutzer stellten fest, dass man für dieses Problem keine Polizeibeamten braucht.

"Aber stehenbleiben, Kopf schütteln, Smartphone in die Hand nehmen, Kamera-App aktivieren, Photo aufnehmen... Twitter starten und Text dazu schreiben... Dafür ist wohl Zeit übrig, anstatt in 10 Sekunden den Roller zur Seite zu schieben", so einer.

Ein anderer User fragt sich, was die Beamten denn bei solchen Fällen tun sollten: "Kontrolliert sprengen oder was könnten die (Polizei; Anm. d. Red.), was Sie nicht können?"

Ein weiterer Kommentar-Schreiber hätte eine Idee, wie man dem Täter auf die Spur kommen könnte: "DNA-Analyse, Auswertung der Videoüberwachung und sofortige Alarmfahndung mit der GSG9!" Worauf die Polizei klarstellt: "Die GSG9 ist eine Sondereinheit der Bundespolizei. Sie meinen sicherlich unser SEK. #klugscheißermodusaus".

Wie der E-Scooter schließlich von dem Treppenabgang entfernt wurde und ob der Übeltäter jemals ausfindig gemacht wurde, ist leider nicht bekannt.

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