"Schwer erträglich": Polizei wehrt sich gegen Facebook-Post von AfD-Hampel

Oldenburg - Die Polizei in Oldenburg hat sich gegen einen vereinnahmenden Post des ehemaligen niedersächsichen AfD-Landeschef Paul Hampel gewehrt.

Armin-Paul Hampel, AfD-Abgeordneter im Bundestag, wird von einem Polizisten zum Landesparteitag in Oldenburg begleitet.
Armin-Paul Hampel, AfD-Abgeordneter im Bundestag, wird von einem Polizisten zum Landesparteitag in Oldenburg begleitet.  © DPA

Dieser hatte am Samstagabend ein Foto auf Facebook veröffentlicht, dass seitdem im Netz die Runde macht. Es zeigt Polizeibeamte, die eine Deutschland-Flagge halten.

Dazu schrieb er: "Achtung Herr Pistorius, es gibt noch mutige Polizisten in Niedersachsen!" Die Beamten hätten Schwarz-Rot-Gold geflaggt. "Hunderte AfDler erwidern den Gruß mit dem Absingen der Nationalhymne."

Die Polizei Oldenburg hat sofort mit einer Stellungnahme reagiert. Das Foto sei aus dem Kontext gerissen.

Es zeige eine Einsatzeinheit der Polizei, die nach dem Einsatz anlässlich des AFD-Parteitages in Oldenburg Aufstellung genommen hatte, um einen langjährigen Einsatzbeamten nach dessen letztem Einsatz zu verabschieden.

"Dabei wurden die Deutschlandflagge und die Niedersachsenflagge im Hintergrund gezeigt", heißt es. Als Parteitagbesucher die Szene entdeckten und begannen, die Nationalhymne zu singen, sei die Verabschiedung abgebrochen worden, die Fahnen habe man umgehend wieder eingerollt.

"Die Veröffentlichung der Bilder ist ausdrücklich nicht autorisiert! Die Umdeutung und Darstellung zu Propagandazwecken ist in hohem Maße unfair und diskreditierend, sie ist für die abgebildeten Einsatzbeamtinnen und Beamten schlichtweg schwer erträglich", heißt es in dem Facebook-Post der Polizei am Sonntag.

Die Polizei Oldenburg verurteile dieses Vorgehen aufs Schärfste. Die Veröffentlichung der Bilder sei ausdrücklich nicht autorisiert.

Titelfoto: DPA

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