Radioaktive Spielkarten im Müll entlarven Trickbetrügerin

Ohne entsprechender Schutzkleidung kann man körperlicher Schäden davon tragen.
Ohne entsprechender Schutzkleidung kann man körperlicher Schäden davon tragen.  © Polizei Berlin

Berlin - Eine 41-jährige Restaurant-Besitzerin muss sich vor der Polizei verantworten. Der Vorwurf: Bei einem illegalem Glücksspiel in ihrem Lokal soll betrogen worden sein. Zum Verhängnis wurden ihr radioaktive Spielkarten.

Die Ermittler kamen der Frau auf die Fährte nach einer Routinekontrolle in einer Abfallbehandlungsanlage in Rüdersdorf (Märkisch-Oderland).

Mitarbeiter der Strahlenmessstelle stellten in einem Müllfahrzeug eine erhöhte radioaktive Belastung fest. Nach genauerer Untersuchung waren Teile von Spielkarten, die mit Jod 125 belastet waren, in dem Fahrzeug.

Mit dem Blick auf den Tourplan der Müllfahrzeuge, einer Analyse des Abfalls und weiteren Hinweisen führte die Spur schließlich zur 41-Jährigen.

Beamte des Landeskriminalamtes durchsuchten daraufhin am 16. November ein Restaurant, ein Club-Center, eine Karaoke-Bar und eine Wohnung, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. 13 mit Jod 125 belastete Spielkarten konnten Polizisten sicherstellen.

Die betroffenen Räumlichkeiten wurden versiegelt. Die Kriminalpolizei und die Berliner Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen des Verdachtes der Freisetzung ionisierender Strahlen.

Doch wie funktioniert dieser Trickbetrug? Durch einen verdeckt am Körper getragenen Detektor kann der Spieler erkennen, welche Karten markiert sind und sich so beim Glücksspiel einen Vorteil verschaffen.


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