Polizei muss zu mehreren Schlägereien ausrücken

Auch auf dem Zwickauer Hauptbahnhof kam es zu einer Attacke.
Auch auf dem Zwickauer Hauptbahnhof kam es zu einer Attacke.

Von Frank Harnack

Zwickau - Die Polizei kam über das Osterwochenende in Zwickau kaum zur Ruhe. Immer wieder mussten die Beamten ausrücken, um handgreifliche Auseinandersetzungen zu schlichten.

Dabei standen sich wiederholt Deutsche und Ausländer gegenüber.

In der Marchlewskistraße gerieten am Samstagabend ein 19-jähriger Syrer und ein 37 Jahre alter Zwickauer aneinander. Bis zu 25 weitere Personen, Deutsche wie Ausländer, waren bemüht, die Streithähne wieder zu trennen.

Das gelang dann schließlich insgesamt fünf Streifenwagen-Besatzungen. Der Syrer trug während der Auseinandersetzung eine Platzwunde über dem Auge davon und büßte sein T-Shirt ein.

Die Polizei schlichtete mehrere handgreifliche Auseinandersetzungen (Symbolbild).
Die Polizei schlichtete mehrere handgreifliche Auseinandersetzungen (Symbolbild).

„Es wurden die Personalien festgestellt und die Beteiligten zur Zeugenvernehmung geladen“, sagt Polizeisprecher Andreas Herzig (53). Die Beamten verzichteten darauf, vor Ort die Leute zu befragen. "Da war Alkohol mit im Spiel, die Aussagen wären nicht verwertbar gewesen", so Herzig.

Auf dem Zwickauer Hauptbahnhof bewarf auch am Sonnabend ein polizei-bekannter 21-jähriger Marokkaner einen 25-jährigen Deutschen mit einer Glasflasche.

Diese verfehlte aber ihr Ziel, der Marokkaner zog sich dabei aber offenbar eine Schnittverletzung zu. Während der Deutsche gegenüber der Bundespolizei aussagte, er wäre nur zum Rauchen aus dem Zug gestiegen, war der Marokkaner der Meinung, er wäre beleidigt und attackiert worden.

Dem Marokkaner, einem abgelehnten Asylbewerber, wurde nach Zeugenbefragung, die die Version des Deutschen bestätigten, ein Platzverweis ausgesprochen.

Diesem kam er nur sehr widerwillig nach. Bei der Vernehmung verhielt sich der Afrikaner zudem sehr unkoorperativ und beleidigte die Beamten. Die Bundespolizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Fotos: dpa, wikipedia


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