So krank ist Sachsens Polizei

Sächsische Polizisten sind überlastet.
Sächsische Polizisten sind überlastet.

Leipzig - PEGIDA, LEGIDA, Asylheime, Fußballspiele: Die Polizei muss immer öfter und härter ran. Die Folge solcher Einsätze sind Überstunden und auch deutlich mehr Krankentage. Jetzt schlägt die Polizeigewerkschaft in Sachsen Alarm.

„Die Einsätze haben in den zurückliegenden Monaten stark zugenommen. Das können die Beamten kaum noch stemmen“, macht der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Hagen Husgen (50), klar.

Mit der Absicherung von PEGIDA, LEGIDA und anderen Demonstrationen, dem Schutz von Flüchtlingsunterkünften und Einsätzen bei Fußballspielen seien die Beamten zahlenmäßig überfordert.

Im „MOPO AM SONNTAG“-Interview schlug Bereitschaftspolizei-Präsident Horst Kretzschmar (55) jüngst in die gleiche Kerbe. „Die Folge sind viele Überstunden, die wiederum zu hoher psychischer und großer physischer Belastung sowie zu steigende Krankenzahlen führen“, sagt Husgen.

Im Jahr 2010 seien pro Polizist 27 Krankentage zu verzeichnen gewesen, 2014 waren es bereits 30. Der GdP-Chef kritisiert erneut den von der Landesregierung geplanten Stellenabbau bei der Polizei.

Demnach sollen bis 2025 von den derzeit 13 000 Stellen in Verwaltung und Vollzug 1 000 wegfallen. „Wir wissen nicht, wie wir dann die Sicherheit der Bevölkerung noch gewährleisten sollen.“

Foto: dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0