Unfälle, Durchsuchungen und Vernehmungen: So sieht der echte Alltag von Polizisten aus

Freiburg - Die Polizei Weil am Rhein nimmt Zuschauer in ihren Videos mit auf Streife. Damit wollen die Polizisten zeigen, wie es wirklich im Dienst zugeht.

Screenshot aus dem Video: Rettungskräfte an der Unfallstelle.
Screenshot aus dem Video: Rettungskräfte an der Unfallstelle.  © Screenshot Polizeipräsidium Freiburg

Wie arbeiten Polizisten eigentlich, zu welchen Einsätzen werden sie gerufen und wie gehen sie vor?

All diese Fragen beantworten echte Polizisten in ihrem Video. Die jungen Beamten nehmen den Zuschauer mit in ihre Schichten und lassen ihn ihren Alltag hautnah erleben.

Ein Polizist sitzt am Steuer, seine Kollegin nimmt den Funkspruch entgegen. Es geht um häusliche Gewalt. Der vermeintliche Täter ist schon aus dem Haus, die Polizisten vernehmen die Frau. Es geht schnell und rasant zu - eben wie im echten Leben.

Wieder zurück auf der Wache - der nächste Einsatz: Autounfall. Die Polizisten rennen zum Streifenwagen und fahren mit Blaulicht los. Über Funk kommt: "Es hieß gerade, dass es sich am Ortseingang Binzen ein Auto überschlagen hat."

Vor Ort angekommen, stehen bereits zwei Feuerwehrfahrzeuge und ein Rettungswagen bereit. Der Fahrerin des Wagen ist gegen einen Baum geprallt und wird gerade aus dem Auto geschnitten. Die Polizisten schreiben Notizen zum Unfall auf. Kurz darauf landet der Hubschrauber, der die kaum mehr ansprechbare Frau, in ein Krankenhaus fliegt.

Und zurück ins Auto, der nächste Einsatz wartet schon: Hausdurchsuchung! Ein Mann in Handschellen steht da, sogleich geht die Durchsuchung seiner Wohnung los. Frauenhände in Handschuhen durchsuchen einige Zettel auf einer Anrichte, draußen im Gebüsch schnüffelt ein Spürhund.

Wieder zurück im Auto blendet der Film ab und verweist auf den nächsten Teil.

Screenshot aus dem Video: Die Zuschauer können die Polizisten auf Streife begleiten.
Screenshot aus dem Video: Die Zuschauer können die Polizisten auf Streife begleiten.  © Screenshot Polizeipräsidium Freiburg

Gedreht wurden die Videos von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Freiburg.

Die Filme zeigen jeweils eine reale Schicht, die von einem Kameramann begleitet wurde.

Im ersten Teil gibt es die Spätschicht, im zweiten den Frühdienst zu sehen und die Nachtschicht ist schon in der Mache.

Jerry Clark ist einer der Produzenten, der den Polizeialltag transparent darstellen will.

"Das ist Polizei zum Anfassen", sagt Clark von der Pressestelle der Polizei Freiburg. Es gehe darum zu zeigen, wie echte Polizisten im Dienst arbeiten und dass es echte Menschen mit Gefühlen sind. Natürlich will man mit den Videos auch Nachwuchs für den Polizeiberuf werben.

Die Polizeimeisterin und der Polizeikommissar im Video haben sich freiwillig gemeldet. "Ihnen war es persönlich wichtig, den Polizeidienst so zu zeigen, wie er auch in der Realität ist", erklärt Clark.

Der Polizeiberuf bietet ein breites Spektrum an Einsätzen: Von der Regelung des Verkehrs, über Vernehmungen bis hin zu Festnahmen ist der Arbeitsalltag facettenreich. "Es geht darum schnelle und gute Entscheidungen zu treffen". Daher erklären die Polizisten auch in den Interviews warum sie so gehandelt haben.

Und so schaffen die Polizisten vielleicht auch ein Stück mehr Verständnis für ihre Arbeit.

Titelfoto: Screenshot Polizeipräsidium Freiburg

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