Großeinsatz: Abschiebung in Nürnberg droht zu eskalieren

Nürnberg - Bei einer geplanten Abschiebung in Nürnberg sind Spezialeinsatzkräfte (SEK) der Polizei angerückt.

Da der Mann drohte, sich etwas anzutun, wurden spezielle Beamte zum Einsatzort hinzugezogen.
Da der Mann drohte, sich etwas anzutun, wurden spezielle Beamte zum Einsatzort hinzugezogen.  © News5/ Schmelzer

Eine geplante Abschiebung lief nicht so entspannt wie gedacht.

Als die Ausländerbehörde am Dienstag einen Mann abholen wollte, flüchtete er in den Innenhof des Wohnhauses. Dabei wurde er von Polizisten gestellt, die routinemäßig die Ausländerbehörde begleitete.

Nach Angaben eines Polizeisprechers drohte der Mann daraufhin, sich etwas anzutun. Aus diesem Grund wurden SEK und speziell geschulte Beamte angefordert.

Währenddessen versammelten sich mehr als 20 Menschen zu einer spontanen Demonstration an der weiträumigen Polizeiabsperrung, um gegen Abschiebungen zu protestieren. Die Kundgebung wurde ebenfalls von der Polizei betreut und verlief weitgehend problemlos, teile Polizeipressesprecher Wolfgang Prehl mit.

Die Beamten konnten den Mann letztendlich in Gewahrsam nehmen. Er wurde vorerst zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Dem Bayerischen Flüchtlingsrat zufolge, der ihn nach eigenen Angaben betreut, ist der Geflüchtete Afghane, 26 Jahre alt und lebt seit 2010 in Deutschland.

Die Einsatzkräfte musste auch die Demonstration der Abschiebungsgegner überwachen.
Die Einsatzkräfte musste auch die Demonstration der Abschiebungsgegner überwachen.  © News5/ Schmelzer

Titelfoto: News5/ Schmelzer

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