"Phantom" gefunden: Erfurter Einbruchserie nach vier Jahren gelöst

Erfurt - Seit 2014 fahndete die Kriminalpolizei Erfurt nach dem "Phantom". Grund dafür waren die DNA-Spuren, die ein unbekannter Täter bei zahlreichen Einbrüchen in der Erfurter Innenstadt zurückließ und jetzt kann man endlich die Festnahme feiern.

Immer wieder brach der Mann Kassen auf um an das Kleingeld zu kommen.
Immer wieder brach der Mann Kassen auf um an das Kleingeld zu kommen.  © Polizei

Jahrelang hatte man versucht den Mann zu finden, suchte immer wieder die Hilfe Öffentlichkeit, doch nie gab es eine wirkliche Spur.

2017 kamen immer noch neue DNA-Treffer hin zu - insgesamt 23 Fälle lagen den Ermittlern vor.

Also entschloss man sich auch 2018 nochmals mit Überwachungsbildern zu suchen und hatte tatsächlich Erfolg! Ein Zeuge erkannte den Mann, man verglich die DNA-Proben und fand die Übereinstimmung.

Der 44-jährige Beschuldigte mit Migrationshintergrund, wohnt seit 2009 in Erfurt,arbeitete teilweise als Verkäufer und nahm an Maßnahmen der ARGE teil.

Er handelte ausschließlich in Erfurt und bevorzugte dabei die Innenstadt. Die Tatorte, zu denen hauptsächlich Gaststätten, Cafés, Imbissläden und Friseurgeschäfte gehörten, erreichte er meist über die Hinterhöfe.

Dabei kletterte er über Zäune und Mauern und nutzte Mülltonnen und teilweise vorgefundene Leitern, um in die Tatobjekte einzudringen. Er zwängte sich durch Oberlichter und schmale Fenster. Oft schaltete er die Stromzufuhr aus, um aktive Alarmanlagen nicht auszulösen.

In seiner Vernehmung bestreitet er, die Taten begangen zu haben. In der Hauptverhandlung wird er sich wegen der Einbrüche verantworten müssen.

Titelfoto: Polizei


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