Polizei stoppt Plakataktion der rechtsextremen "Identitären Bewegung" in Berlin

Berlin - Ein Zeuge alarmierte Freitagmorgen die Polizei nach Kreuzberg, da Unbekannte die Plakate in einer Werbetafel an einer Bus-Wartehauses austauschten.

 Ein Anhänger der rechtsradikalen "Identitären Bewegung" geht am 17.06.2017 in Berlin mit einer Fahne auf der Brunnenstraße. (Archivbild)
Ein Anhänger der rechtsradikalen "Identitären Bewegung" geht am 17.06.2017 in Berlin mit einer Fahne auf der Brunnenstraße. (Archivbild)  © dpa/Paul Zinken

Gegen 8 Uhr sah der Mann, wie sechs junge Männer eine Werbetafel eines Bus-Wartehauses am U-Bahnhof Schlesisches Tor öffneten und die Plakate entfernten.

Anschließend tauschten sie diese durch Plakate mit politischen Äußerungen aus. Die Täter flüchteten in Richtung S-Bahnhof Warschauer Straße. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernahm die weiteren Ermittlungen.

Wie es scheint, handelte es sich erneut um eine Aktion der rechtsextremen Identitären Bewegung (IB), die unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht und sich gegen vermeintliche Überfremdung wendet.

Deren Ideologie fundiere auf einem Politikverständnis, "das sich grundsätzlich gegen die Menschenrechte und eine pluralistische Demokratie richtet", heißt es im Verfassungsschutzbericht NRW. Bereits im Januar sorgte die IB für Aufruhr, als sie Gebäude von Redaktionen und Parteien mit Plakaten beklebte.

Im selben Monat konnte die Polizei bereits eine derartige Austausch-Plakataktion in Frankfurt verhindern (TAG24 berichtete).

Eine Frau demonstriert am 17.06.2017 in Berlin im Humboldthain gegen einen Aufzug der "Identitären Bewegung". (Archivbild)
Eine Frau demonstriert am 17.06.2017 in Berlin im Humboldthain gegen einen Aufzug der "Identitären Bewegung". (Archivbild)  © dpa/Paul Zinken

Titelfoto: dpa/Paul Zinken

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