Kann diese Software Einbrüche in NRW verhindern?

Ralf Jäger (SPD) stellt als Innenminister von NRW ein neues Computersystem zur Verhinderung von Einbrüchen vor.
Ralf Jäger (SPD) stellt als Innenminister von NRW ein neues Computersystem zur Verhinderung von Einbrüchen vor.  © DPA

Düsseldorf - Kriminalitäts-Prognosen für die Verbrecherjagd: Die Polizei in Nordrhein-Westfalen will mithilfe einer Software Wohnungseinbrüche vorhersagen. Das sogenannte "Predictive Policing" ist aber umstritten.

Die Methode heißt zu deutsch: vorausschauende Polizeiarbeit. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) will am Dienstag im Landeskriminalamt vorstellen, wie weit die Pläne gediehen sind.

Bei der Methode sammelt die Polizei umfangreiche Daten etwa über frühere Einbrüche. Auf Grundlage dieser Daten errechnet ein Computerprogramm dann die Wahrscheinlichkeit, mit der in der folgenden Woche in begrenzten Gebieten von 400 bis 500 Wohnungen ein Einbruch geschieht.

Diese Prognose leitet das LKA an die Polizisten vor Ort weiter. Vor allem Datenschützer sehen diese neue Art der Polizeiarbeit kritisch. Die NRW-Datenschutzbeauftragte Helga Block sieht die Methode des Predictive Policing skeptisch:

"Der Einsatz solcher Systeme durch die Polizei ist grundsätzlich geeignet, elementare Grundsätze des Datenschutzes und des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung in Frage zu stellen", heißt es in einer Mitteilung.

Titelfoto: dpa/123RF


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