Nach tagelanger Besetzung: Polizei räumt Backhaus in Frankfurt-Bockenheim

Frankfurt am Main - Ein Großaufgebot der Polizei samt Räumpanzer rückten am frühen Dienstagmorgen in Frankfurter Stadtteil Bockenheim an, um das seit Tagen besetzte Backhaus zu räumen.

Am Dienstagmorgen räumte die Polizei das alte Tibethaus in Frankfurt-Bockenheim.
Am Dienstagmorgen räumte die Polizei das alte Tibethaus in Frankfurt-Bockenheim.  © Twitter/Medienkollektiv Frankfurt

Wie die Hessenschau berichtet, befanden sich zum Zeitpunkt der Räumung rund 21 Aktivisten vor Ort. Auch Straßen mussten für den Räumungsvorgang gesperrt werden.

Die Besetzung hatte am Samstag (5. Oktober) ihren Anfang genommen. Im Rahmen eines Stadtteilfestes hatten die Aktivisten im Gebäude gegen einen Abriss des Hauses demonstrieren wollen. Wie die Frankfurter Rundschau weiter mitteilte, lag unter anderem der SPD ein Konzept für die weitere Nutzung des alten Tibethauses. Die Partei soll diese Ideen sogar mit Wohlwollen angenommen haben.

Als der Besitzer des Gebäudes schließlich einen Strafantrag wegen Hausfriedensbruches stellte, fand die Räumung ihren Anfang, die Demonstration fand somit ihr Ende. Dabei wurden acht Personen vor dem Backhaus am Bockenheimer Hülya-Platz abgeführt, 13 weitere befanden sich im Obergeschoss des Hauses.

Im Nachgang der friedlich abgelaufenen Demonstration rief die Initiative "Backhhaus bleibt" auf Twitter zu einer Mahnwache vor dem Polizeipräsidium aufgerufen. Insgesamt sollen acht Personen mit auf die Wache geführt worden sein.

Titelfoto: Twitter/Medienkollektiv Frankfurt

Mehr zum Thema Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0