Polizeieinsatz weil Kinder zu wild spielten

Die Polizei brachte die Kinder zu ihren Eltern.
Die Polizei brachte die Kinder zu ihren Eltern.

Von Bernd Rippert

Chemnitz - Rasende Kids sorgten am Dienstagabend für einen ungewöhnlichen Polizeieinsatz in der Innenstadt.

Vier Kinder nutzten die Fahrräder und Skateboards im Sportladen Decathlon zu rasant, die Beamten mussten das "Indoor-Rennen" abbrechen.

Kurz vor 19 Uhr kamen vier Flüchtlingskinder aus Libyen (6, 7, 8, 14) mit ihren eigenen Fahrrädern zu Decathlon, schoben die Bikes über die Rolltreppe ins Obergeschoss.

Dort wartete ein Spielparadies auf die jungen Besucher. Fahrräder und Skateboards zum Testen vor Ort. Das ist in dem Geschäft erlaubt.

Doch die Kinder übertrieben den Spaß etwas. Ein Decathlon-Mitarbeiter zu MOPO24.de: "Die Kinder rasten mit den Fahrrädern und Skateboards sehr wild durch den Laden, rempelten Besucher und Regale an."

Da die rasanten Kunden weder Erziehungsberechtigte dabei hatten noch Deutsch sprachen und sich in ihrem Elan nicht bremsen ließen, alarmierte der Sicherheitsdienst die Polizei.

Die Chemnitzer Bereitschaftspolizei fuhr mit drei Mannschaftswagen in der Innenstadt vor, brach das wilde Rennen ab und nahm die Kinder mit nach draußen. Angeblich waren sie mit ihrem Übermut schon einmal bei der Polizei aufgefallen.

Die Beamten luden die Kinder und ihre eigenen Fahrräder in die Polizei-Fahrzeuge und brachte sie zu ihren Eltern am Bernsdorfer Hang. "Das Kindeswohl ging vor", sagte ein Polizeisprecher.

"Der Einsatz hat für die Eltern keine Konsequenzen", betont die Polizei. "Die Kinder haben keine Straftaten begangen."

Foto: Bernd Rippert


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