Polizeipräsident: So machen wir Chemnitz wieder sicherer

Druck auf Kriminelle
in der
Innenstadt:
Ständige Kontrollen
haben
viele Täter
vertrieben.
Druck auf Kriminelle in der Innenstadt: Ständige Kontrollen haben viele Täter vertrieben.  © Klaus Jedlicka

Chemnitz - Die Kriminalität in der Innenstadt geht zurück. Ein Erfolg der gesamten Polizei, sagt deren Präsident Uwe Reißmann (61): „Wir arbeiten mit der Operativen Einsatzgruppe seit zwei Jahren intensiv an dem Thema. Erste Erfolge sind sichtbar, aber es bleibt noch viel zu tun.“

Besonders penetrant stehen die Beamten den Intensivtätern auf den Füßen. In der Region zählt die Polizei 171 solcher Dauer-Kriminellen, in Chemnitz etwa 40.

Uwe Reißmann: „Wir erteilen Aufenthaltsverbote im Zentrum bis zu drei Monate, ermitteln intensiv, um Haftgründe zu finden. Wir sprechen bei kriminellen Asylbewerbern mit der Landesdirektion, um in jedem Einzelfall die Abschiebung zu prüfen.“

Ein wichtiges Thema sind deutsche Mädchen, die mit jungen Ausländern anbandeln, im Stadthallenpark oder im Tietz. Uwe Reißmann: „Da gibt es Fälle von Drogen oder Alkohol gegen Sex.“

Zieht eine positive
Bilanz für
die ersten fünf
Monate: Polizeichef
Uwe Reiß-
mann (61).
Zieht eine positive Bilanz für die ersten fünf Monate: Polizeichef Uwe Reiß- mann (61).  © Uwe Meinhold

Optisch, so der Polizeichef, habe sich Chemnitz beruhigt. „Aber wir müssen den Druck hochhalten und Verlagerungen verfolgen.“ Darum habe die Polizei im Innenministerium einen Kontrollbereich beantragt, um Personen leichter kontrollieren zu können.

Ein anderer Kriminalitätsschwerpunkt sind die Kellereinbrüche. „So viele wie 2017 gab es noch nie“, sagt Reißmann. 2016 zählte er 1 842 Fälle in Chemnitz, Tendenz: stark steigend.

Auch hier reagiert die Polizei mit konzentrierten Ermittlungen und Polizeipräsenz auch in Zivil. Doch der Polizeipräsident sieht auch Hausbesitzer und Mieter in der Pflicht:

„Schwachpunkte in den Kellern sprechen sich schnell herum. Kellertreppen müssen mit Stahltüren gesichert werden. Türen sind abzuschließen. Und wir brauchen mehr schnelle Bürgerhinweise zu jedem Fall.“

Titelfoto: Uwe Meinhold


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