Bürgermeisterin mit Benzin übergossen und angezündet

Rostock - Nach einer Wahlkampfveranstaltung wird die Politikerin Sylvia Schulte ermordet. Die Oberbürgermeisterkandidatin der rechtspopulistischen Partei PFS wurde mit Benzin übergossen, angezündet und lebendig verbrannt.

Mi­grant bei Mi­gran­ten­het­zern: Was macht der sy­ri­sche Ex-Flücht­ling Ka­rim (Atheer Adel) ei­gent­lich bei den Rech­ten?
Mi­grant bei Mi­gran­ten­het­zern: Was macht der sy­ri­sche Ex-Flücht­ling Ka­rim (Atheer Adel) ei­gent­lich bei den Rech­ten?  © NDR / Christine Schroeder

Die Kommissare Sascha Bukow (Charly Hübner, 45) und Katrin König (Anneke Kim Sarnau, 46) ermitteln in der rechtsradikalen Szene - während sie sich noch immer mit einer internen Untersuchung herumschlagen müssen.

Verdächtig sind Schultes Ex-Mann - ein völkischer Bio-Bauer -, ihr innerparteilicher Rivale sowie ihr syrischer Referent Karim Jandali.

Der ehemalige Flüchtling passt ohnehin für die Parteianhänger nicht ins Bild. Dann entdecken die Ermittler braune Flecken aus der Vergangenheit auf der weißen Weste der Toten...

Lohnt sich das Einschalten?

Leider nein. Der Rostocker "Polizeiruf 110: In Flammen" rührt noch mal alle Nazi-Themen zusammen, die es in den letzten Wochen schon geballt bei mehreren "Tatort"-Folgen gab - zum Abschluss der Saison vor der Sommerpause wirkt das Geschehen um eine AfD-ähnliche Partei wahrlich nicht mehr originell.

Bukow (Charly Hübner) bedrängt den Ex-Mann der Ermordeten (Patrick von Blume) in dessen "braunem Bullerbü".
Bukow (Charly Hübner) bedrängt den Ex-Mann der Ermordeten (Patrick von Blume) in dessen "braunem Bullerbü".  © NDR / Christine Schroeder

Zumal dieser Fall komplett überfrachtet ist, inklusive rechtsradikaler Untergrundzelle sowie NSU-Verschwörungstheorien.

Auch formal kann das Meck-Pomm-Team seine gewohnte Klasse nicht ganz halten. Sehr lange hält man sich mit dem Verhör des syrischen Beraters auf, einer an sich höchst unglaubwürdigen Figur.

Spät mündet der Krimi unerwartet in ein hektisches Finale, um danach einen Täter völlig aus dem Hut zu zaubern.

Die sonst so verlässlich starken Rostocker bleiben weit unter ihren Möglichkeiten. Allein Hübner und Sarnau reißen es noch raus. Diesmal ist das zu wenig.


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