Polizeischüler gehen zusammen feiern, dann soll einer seine Kollegin vergewaltigt haben

Wien (Österreich) - Eine Klasse Polizeischüler ging am Mittwochabend gemeinsam feiern. Später am Abend soll die Lage zwischen zwei Kollegen eskaliert sein.

In der Nacht zum Freitag musste die Wiener Polizei die Ermittlungen gegen einen eigenen Schüler aufnehmen (Symbolbild).
In der Nacht zum Freitag musste die Wiener Polizei die Ermittlungen gegen einen eigenen Schüler aufnehmen (Symbolbild).  © 123RF/Oliver Peters

Wie die österreichische Zeitung Kurier berichtet, tranken die Schüler, die bereits seit einem Jahr den Polizei-Beruf erlernen, über den Abend "viel Alkohol". Anschließend gingen sie gemeinsam in die Kaserne im Zentrum Wiens zurück.

Ein 26-jähriger Schüler, der schon den gesamten Abend über eine 22-jährige Kollegin bedrängt haben soll, wurde später gegen 1.15 Uhr in einem Zimmer im Ausbildungszentrum übergriffig, bestätigte die Wiener Polizei in einer Mitteilung.

Die Frau alarmierte am folgenden Tag ihre diensthabenden Kollegen, die sich anschließend auf den Weg zur Wohnung des mutmaßlichen Vergewaltigers machten.

So wurde der 26-Jährige gegen 3 Uhr in der Nacht zum Freitag verhaftet. "In einer ersten Vernehmung verweigerte der 26-Jährige die Aussage", teilte die Polizei weiter mit. Die Erzählungen des Opfers hingegen seien ausführlich und glaubwürdig.

Der 26-jährige Polizeischüler befindet sich derzeit auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Die Polizei-Kollegen ermitteln in der Angelegenheit.

Sollte sich herausstellen, dass es sich tatsächlich um eine Vergewaltigung gehandelt hat, müsse der Polizeischüler mit einem schnellen Karriereende rechnen: "Nach dem Abschluss der Ermittlungen steht dann die Entlassung im Raum", erklärte Polizeisprecher Patrick Maierhofer dem ORF.

Das Opfer und einige andere Schüler werden derzeit psychologisch betreut.


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