750 Menschen bei Trauerfeier für erschossenen Polizeischüler

Bergrheinfeld - Der von einem Mitschüler mutmaßlich versehentlich erschossene Polizeischüler ist am Dienstag in seinem Heimatort Bergrheinfeld (Landkreis Schweinfurt) bestattet worden.

Das Foto zeigt den Sitz der bayerischen Bereitschaftspolizei III in Würzburg.
Das Foto zeigt den Sitz der bayerischen Bereitschaftspolizei III in Würzburg.  © DPA

Zur Trauerfeier und Urnenbeisetzung kamen laut Polizei rund 750 Menschen. Familienangehörige, Freunde, Kollegen und Kameraden von Sportverein und Feuerwehr nahmen Abschied.

Auch Polizeifunktionäre und Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) waren anwesend. Zudem hielt ein Polizeimitschüler des Getöteten eine Trauerrede.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte anlässlich einer ebenfalls am Dienstag stattfindenden bundesweiten Konferenz der evangelischen Polizeipfarrer in Ainring (Landkreis Berchtesgadener Land) den "sehr hohen Stellenwert" der Polizeiseelsorge.

Trauriges aktuelles Beispiel sei der schreckliche Vorfall in Würzburg.

"Bei diesem tragischen Ereignis war die Unterstützung von herausragender Bedeutung", sagte Herrmann. Laut Ministerium hatten sich zwei Polizeiseelsorger noch in der Nacht um die Eltern der beiden beteiligten Kollegen gekümmert.

Der 20-jährige Polizeibeamte war am Abend des 28. Februar in der Unterkunft der Bereitschaftspolizei Würzburg von einem Schuss aus der Waffe eines 19-jährigen Mitschülers getroffen worden. Er starb kurz darauf im Krankenhaus. Unter welchen Umständen genau sich der Schuss löste, ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter.

Nach Angaben des bayerischen Innenministeriums kommt es bei der Bereitschaftspolizei bis zu sieben Mal pro Jahr zu unbeabsichtigten Schüssen.

Die Mainau-Kaserne, in der der Schüler erschossen worden war,
Die Mainau-Kaserne, in der der Schüler erschossen worden war,  © DPA

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