Polizist rast 21-Jährige tot: Brachte eine Krankenschwester die Wahrheit ans Licht?

Berlin - Dieser Fall bewegt das ganze Land! Am 29. Januar 2018 wurde die 21 Jahre alte Fabien vom Polizisten Peter G. (51) mitten in Berlin totgerast. Jetzt kam heraus: Der Mann war betrunken. Dieser wichtige Fakt soll erst durch den Mut einer Charité-Krankenschwester ans Licht gekommen sein.

In diesem Auto starb die 21-jährige Fabien.
In diesem Auto starb die 21-jährige Fabien.  © Morris Pudwell

Wie Bild berichtet, soll die Frau sich im November vergangenen Jahres mit dem entscheidenden Hinweis an die Nebenklagevertretung gewandt haben.

Etwa ein Promille Alkohol soll der 51-Jährige noch im Blut gehabt haben, als er im Krankenhaus getestet wurde. Eine Tatsache verwunderte Charité-Direktor Ulrich Frei dabei aber besonders, wie er dem Tagesspiegel verriet: "Dass die Polizei es versäumt hat, bei dem Kollegen noch vor Ort den Blutalkoholwert zu messen. Und zwar rechtlich sauber, also zwei Mal mit einem gewissen Abstand."

Die Ärzte unterstehen zwar der Schweigepflicht, hätte jedoch ein richterlicher Beschluss vorgelegen, so hätte man die Patientenakte sofort aushändigen müssen. Jedoch habe sich "mehr als ein Jahr lang kein Ermittler für die Patientenakte des Polizisten interessiert", so Frei, "und es dann plötzlich heißt, Charité-Mitarbeiter könnten die Akte womöglich zurückgehalten haben. Das Gegenteil ist wahr, wir haben ein Jahr darauf gewartet, dass jemand mit einem richterlichen Beschluss kommt."

Wie es zu derartigen Ermittlungsfehlern kommen konnte oder ob es sich hier gar um einen Versuch gehandelt hatte, wichtige Fakten zu vertuschen - diesen und vielen weiteren Fragen wird sich wohl vor allem Innensenator Andreas Geisel stellen müssen, wenn er nach seinem Urlaub in der nächsten Sitzung des Innenausschusses auf die Vertreter aller Fraktionen sowie die Eltern der viel zu früh verstorbenen Fabien trifft.

Der 51-jährige Polizist Peter G. war beim Unfall betrunken.
Der 51-jährige Polizist Peter G. war beim Unfall betrunken.  © DPA

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