Polizist erblindet und schwer verletzt: Täter greift mit ätzendem Ammoniak an

Lancashire (Großbritannien) - Polizist Andrew Gore (44) wurde während eines Einsatzes im April brutal mit Ammoniak angegriffen. Die Folgen sind schwer. Der Mann erblindete auf einem Auge fast und zog sich mehrere Verätzungen zu. Am Donnerstag wurde der vorbestrafte Täter Paul Elliott (46) verurteilt.

Das Opfer, Andrew Gore (44) vor dem Manchester Crown Court.
Das Opfer, Andrew Gore (44) vor dem Manchester Crown Court.  © Screenshot/Twitter/HeartNWNews

Laut "Daily Mail" hege der angegriffene und schwer verletzte Polizist Andrew Gore (44) keinen persönlichen Groll gegen den Täter Paul Elliott (46).

"Ich persönlich sehe das nicht als Angriff auf mich. Ich sehe es als einen Angriff auf die Polizei. Ich habe keine Wut oder Ressentiments gegenüber dem Herrn", so der 44-Jährige.

Seit der Attacke mit dem ätzenden Ammoniak ist Andrew Gore auf seinem linken Auge fast blind.

Zu dem Angriff kam es am 16. April während eines normalen Polizeieinsatzes in Lancashire. Alarmiert wurden die Beamten durch einen Hilferuf einer beunruhigten Frau.

Als Andrew Gore mit zwei weiteren Kollegen eintraf, brachen sie die Haustür auf, um sich Zugang zu dem Wohnhaus zu verschaffen.

Wie die "Daily Mail" berichtet, betraten die Beamten dann die Treppe zum Obergeschoss.

Noch bevor sie im ersten Stock ankamen, schlug Paul Elliott auch schon zu. "Wahllos" verspritzte er das Ammoniak aus einer Flasche auf die Beamten, so der Staatsanwalt Tim Evans. Nach eigener Aussage, hatte Andrew Gore kurz zuvor noch einen Schatten vorbeihuschen sehen, da war es aber schon zu spät.

Andrew Gore traf es besonders schlimm. Das Ammoniak verteilte sich auf seinem Gesicht und in seinen Mund und Rachen. "Mein Mund brannte. Es war ein sofortiger Schmerz. Ich habe so etwas noch nie zuvor gefühlt", so der Beamte. Neben ihm wurden auch noch seine beiden Kollegen, die hinter ihm standen, von Ammoniakspritzern getroffen. Sie wurden glücklicherweise nicht so schwer verletzt.

Nach dem Angriff versuchte der Täter zu fliehen und sprang aus dem ersten Stock des Hauses aus einem Fenster. Die Beamten, waren aber schnell genug und konnten den flüchtigen Mann mithilfe eines Teasers schnappen.

Der mehrfach wegen Einbruch und Körperverletzung vorbestrafte Paul Elliot wurde am Donnerstag schuldig gesprochen.

Er selbst hat seine Tat gestanden und bereut sie. Das Strafmaß beträgt 14 Jahre und sechs Monate Haft.


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