Ex-Polizist mal wieder vor Gericht

Gerd E. (49) ist laut Gutachter voll schuldfähig. Gerade steht er mal wieder vor Gericht.
Gerd E. (49) ist laut Gutachter voll schuldfähig. Gerade steht er mal wieder vor Gericht.

Von Steffi Suhr

Dresden - „Diesmal war ich das nicht!“, polterte Gerd E. (49) gestern von der Anklagebank. Der Ex-Polizeiobermeister, als Betrüger alles andere als ein Unbekannter, soll wieder Geld von fremden Konten gezockt haben.

So wurden im Februar 2015 bei Jutta S. (45) 2000 Euro abgebucht. „Empfänger war eine Privatdetektei, die ich weder kannte noch beauftragt hatte“, sagte die Zeugin, die ihr Geld zurückholte. Ihr war die EC-Karte geklaut worden. Und die bekam laut Staatsanwalt Gerd E. in die Finger.

Er hatte ein Gewerbe als Detektiv angemeldet, sich Kartenlesegeräte (wie in Geschäften) organisiert, damit seine Kunden bargeldlos zahlen konnten. Nur: Kunden hatte er wohl kaum, die Karten waren geklaut.

Mit der Wende aus der Polizei geflogen, zockt Gerd E. sich mit Straftaten durchs Leben.
Mit der Wende aus der Polizei geflogen, zockt Gerd E. sich mit Straftaten durchs Leben.

Seine zweite (altbekannte) Masche: Briefe mit Überweisungsaufträgen an Banken. „Hochoffiziell“ mit organisierten Firmen-Briefköpfen und gefälschten Unterschriften.

Ob Kirchgemeinde Prohlis (500 Euro) oder GAGFAH (9000 Euro): Gerd E. versuchte, von überall Geld überwiesen zu bekommen. So kassierte er diesmal fast 10 000 Euro. Bei Forderungen weiterer insgesamt 43 000 Euro flog der Schwindel auf.

Gerd E. ist justizbekannt: Mit der Wende aus der Polizei geflogen, zockt er sich seither mit derlei Straftaten durchs Leben, landet immer wieder im Knast.

Er wanderte kurz mit falsch kassiertem Geld vom Arbeitsamt in die USA aus. Und er versuchte dreist - vom Knast aus -, seinem Anwalt und einer Lottogesellschaft die Konten zu plündern. Das neue Urteil folgt.

Fotos: Holm Helis


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