Polizist mit Gurt gewürgt: Jetzt steht Täter wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Krefeld - Weil er versucht haben soll, einen Polizisten zu erdrosseln, steht ein 33-Jähriger von diesem Donnerstag (09.15 Uhr) an in Krefeld vor Gericht.

Der Polizist wurde etwa 30 Sekunden mit einem Gurt gewürgt.
Der Polizist wurde etwa 30 Sekunden mit einem Gurt gewürgt.  © DPA

Laut Anklage hatte der Kosovare ohne festen Wohnsitz bei einer Kontrolle einen gefälschten Ausweis vorgelegt.

Als die Beamten ihm eröffneten, dass er zur Wache mitkommen müsse, habe er massiven Widerstand geleistet.

Dann habe er den Gurt einer Umhängetasche um den Hals eines Polizisten zugezogen. Etwa 30 Sekunden lang habe er den Beamten gedrosselt, bis dieser sich mit Hilfe seines Schlagstocks aus der Situation habe befreien können.

Die Staatsanwaltschaft wertet dies als versuchten Totschlag.

Außerdem hätten beide Polizisten bei dem Kampf Schürfwunden, Prellungen und Schnittwunden am ganzen Körper erlitten.

Bis zur Anklageerhebung hatte der Beschuldigte nach Angaben des Gerichts zu den Vorwürfen geschwiegen.

Update, 12.15 Uhr: Polizist hatte Todesangst

Im Prozess um die versuchte Tötung eines Polizisten in Krefeld hat das Opfer von seiner Todesangst berichtet. "In fast 40 Dienstjahren habe ich noch nie eine solche Gewaltexplosion bei einem Menschen gesehen", sagte der 55 Jahre alte Beamte am Donnerstag als Zeuge im Krefelder Landgericht.

Ein 33-Jähriger ist dort wegen versuchten Totschlags angeklagt: Er soll den Beamten mit einem Gurt um den Hals eine halbe Minute lang gedrosselt haben. "Ich habe gedacht: "Du kommst hier nicht mehr raus, du erstickst gleich", berichtete der Beamte. "Ich hatte wirklich Angst um mein Leben." Er konnte sich aber aus der Situation befreien.

Das Gericht in Krefeld verhandelt den Fall.
Das Gericht in Krefeld verhandelt den Fall.  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0