Flaschen flogen auf Polizisten bei Revolutionärer 1. Mai-Demo

Die Polizei war am 1. Mai mit bis zu 5400 Kräften im Einsatz.
Die Polizei war am 1. Mai mit bis zu 5400 Kräften im Einsatz.  © DPA

Berlin - Bei der sogenannten Revolutionären 1. Mai Demonstration in Berlin-Kreuzberg sind vereinzelt Flaschen gegen Polizisten geworfen worden.

Insgesamt blieb der 1. Mai aber weitgehend friedlich, die Polizei zog am Abend bereits ein positives Fazit.

Zum Protestmarsch waren kurz nach 18.30 Uhr mehrere Tausend Demonstranten und linksextreme Gruppen am Oranienplatz gestartet.

Nebeltöpfe und bengalische Feuer wurden gezündet, Böller in die Menge geworfen. Schwarze Rauchschwaden zogen durch die Luft. Die Route führte auch über Teile des Myfestes. "Wir haben vermieden einzugreifen, um keine Eskalation auf das Fest zu tragen", sagte Polizeipräsident Kandt.

Er sprach von 300 Teilnehmern der "Kategorie rot", die die Polizei als gewaltbereit einschätzt. Weitere 800 der "Kategorie gelb" werden als Unterstützer eingestuft.

Während der revolutionären Maidemo wurde massiv Pyrotechnik abgebrannt.
Während der revolutionären Maidemo wurde massiv Pyrotechnik abgebrannt.  © DPA

Die Polizei, die anfangs nicht zu sehen war, begleitete den Zug. Beamte trugen Helme. An der Spitze des Zuges mit schwarz gekleideten Teilnehmern herrschte eine aggressive Stimmung, teilte die Polizei mit.

Hubschrauber kreisten über Kreuzberg. Die Polizei hatte signalisiert, den linksradikalen Aufzug trotz der verweigerten Anmeldung zu tolerieren. Bei Gewaltausbrüchen hatte sie ein konsequentes Einschreiten angekündigt.

In den Vorjahren war es bei dieser Demonstration immer wieder zu Gewaltausbrüchen gekommen. Die Mai-Krawalle waren erstmals vor 30 Jahren ausgebrochen.

Sie nahmen in den Vorjahren aber deutlich ab. Die Polizei war am 1. Mai mit bis zu 5400 Kräften im Einsatz. Beamte aus mehreren Bundesländern unterstützten die Hauptstadt-Polizei.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Polizeipräsident Klaus Kandt haben unterdessen die Entscheidung verteidigt, die "Revolutionären 1. Mai Demonstration" durch Berlin-Kreuzberg ziehen zu lassen, obwohl sie nicht angemeldet war.

Geisel verwies auf das im Grundgesetz festgeschriebene Versammlungsrecht. Eine Anmeldung diene dazu, dass sich die Polizei vorbereiten könne. Das sei gewährleistet gewesen. Die Nichtanmeldung der Demonstration werde aber Konsequenzen haben.

Ebenso erklärte die Polizei, das Straftaten, die während der Demo begangen werden dokumentiert und geahndet werden.

Der 1. Mai wurde in Berlin weitgehend friedlich gefeiert.
Der 1. Mai wurde in Berlin weitgehend friedlich gefeiert.  © DPA

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