Polizisten-Schläger trainierte "Antiterrorkampf"

Am Freitag verletzte ein Berliner vier Polizisten. (Symbolbild)
Am Freitag verletzte ein Berliner vier Polizisten. (Symbolbild)

Guben - Nach dem Angriff eines Hobby-Kampfsportlers auf vier Beamte am Freitag gibt es neue Erkenntnisse zum Tatverdächtigen.

Wie die Lausitzer Rundschau berichtet, soll der 25-jährige Berliner bereits mit fünf Jahren begonnen haben, Kampfsport zu trainieren. Ab seinem zwölften Lebensjahr wurde er im sogenannten „Antiterrorkampf“ (ATK) ausgebildet. Zudem verfüge der tatverdächtige über keinerlei Schmerzempfinden.

Drei der verletzten Beamten seien noch immer dienstunfähig, die Polizistin sei wieder im Dienst.

Derweil hat die Polizei einen Appell an Kampfsportvereine gerichtet. Neben dem Lehren der Techniken für die Fitness müsse zugleich darauf geachtet werden, Grenzen deutlich zu machen, sagte der Leiter der Polizeidirektion Süd, Sven Bogacz, am Montag in Cottbus.

Bei dem Vorfall am Freitag in Guben (Spree-Neiße) sei eine Grenze überschritten worden.

Der 25-Jährige, der in Berlin lebt, hatte nach Polizeiangaben bei einem Beziehungskonflikt versucht, in die Wohnung zu gelangen, in der sich seine Ex-Freundin aufhielt. Als die Polizei ihn daran hinderte, verletzte er vier Beamte.

Erst als 15 weitere Kollegen am Tatort eintrafen, konnte der Mann festgenommen werden. Inzwischen befindet er sich wieder auf freiem Fuß.


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